Zehn Tipps gegen den Stress

9. September 2014, 15:33
27 Postings

Stress im Arbeitsalltag wird zum Dauerthema. Laut Europäischer Gesundheitsagentur sind 50 bis 60 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage in der EU stressbedingt. Was tun?

Zwischen sieben und neun Milliarden Euro beträgt die volkswirtschaftliche Kostenschätzung für psychische Erkrankungen in Österreich. Aktuell werden rund 78.000 Menschen aufgrund psychischer Leiden als arbeitsunfähig geführt. Tendenz weiter steigend - und das quer durch die Hierarchien. Besonders gefährdet: Führungskräfte und durch die Mehrfachbelastung auch vermehrt Frauen.

Laut einer Führungskräftestudie der Berater der osb-i fühlt sich mehr als die Hälfte der Führungskräfte nach einem zwölf bis 14-Stunden Tag leer und kaputt. Jeder zweite sehe sich nicht mehr in der Lage, Dinge zu steuern und fühle sich vom Unternehmen unablässig überfordert, heißt es dort.

Auswege aus dem Dauerstress

Wie aber mit der permanenten Überforderung umgehen, was dagegen tun? Travis Bradberry, Psychologe, Co-Autor von "Emotional Intelligence 2.0" und Berater hat für Forbes zehn Regeln aufgelistet, die aus der "Negativspirale Stress" helfen sollen. Die Kunst sei jedoch zu wissen, wann welche Regel einzuhalten sei.

1. Dankbar sein. Sich wohlwollend auf das zu besinnen, was man hat, senkt den Spiegel des Stresshormons Cortisol nachweislich (laut Studien der University of California), macht also auch energetischer.

2. Was-wenn-Kategorien vermeiden. Negative Einstellungen in einer "Was-wenn-Manier" schaden und befördern einen gedanklich an Orte, die den Dauerstress nur noch weiter befeuern.

3. Positive Gedanken zählen. Vor allem, wenn negative Gedanken einer Welle gleich einen zu überrollen drohen, helfen positive Gedanken und Erinnerungen an angenehme Erlebnisse.

4. Verbindungen kappen. Üben, für bestimmte Tageszeiten offline zu sein und der Dauererreichbarkeit ein Ende zu setzen.

5. Aufputscher minimieren. Weniger Kaffee, weniger Energydrinks ist die Devise. Das bewusste Limit beim Konsum vermeintlicher "Muntermacher" reduziert die Ausschüttung von Stresshormonen deutlich.

6. Disziplin beim Schlafen. Stets für ausreichend Schlaf zu sorgen ist eine zentrale Regel, um Stress abzubauen.

7. Negative Selbstgespräche stoppen. Einmaliges Niederschreiben negativer Gedanken, um diese dann auch zur Seite legen zu können, ist allemal besser als sich diesen hinzugeben.

8. Perspektive wechseln. Die gefühlten Missstände niederschreiben und versuchen, den einzelnen Befindlichkeiten zuzuordnen - das trägt auch zu einem Perspektivenwechsel bei und schafft "Ordnung im Kopf", die hilfreich ist, wenn einem aus lauter Unmut die Decke auf den Kopf zu fallen droht.

9. Atmen. Sich auf den Atem konzentrieren - und jeweils beim Ein- und Ausatmen bis 20 zählen. Mit etwas Übung lösen sich quälende Gedanken in Luft auf.

10. Unterstützung annehmen. Niemand kann alles alleine bewältigen. Ein wichtiger Schritt aus dem ruinösem Stresscocktail ist, Schwäche zu zeigen und auch um Hilfe zu bitten. Das entlastet und ist sicher keine "Niederlage" - vielmehr das Gegenteil. (red, derStandard.at, 9.9.2014)

Share if you care.