Ederer tritt aus ÖIAG-Aufsichtsrat zurück

8. September 2014, 13:44
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Brigitte Ederer stimmte gegen Syndikatsvertrag mit America Movil

Wien - Nach dem Zerwürfnis im ÖIAG-Aufsichtsrat wegen der Strategie der Staatsholding für ihre Beteiligung Telekom Austria (TA) zieht die ehemalige Siemens-Österreich-Chefin und Wiener Finanzstadträtin (SPÖ) Brigitte Ederer die Konsequenzen: Sie wird an der ÖIAG-Aufsichtsratssitzung am Freitag nicht mehr teilnehmen und legt ihr Mandat zurück.

Ihren Schritt begründete Ederer auf STANDARD-Anfrage mit Corporate Governance und ihren Aufsichtsratsmandaten in Unternehmen der öffentlichen Hand wie ÖBB und Wien-Holding. Mit der Geschäftsstrategie der ÖIAG habe das nichts zu tun, betonte Ederer, die zugleich einen "Kurier"-Bericht bestätigte. Ederer hatte im ÖIAG-Aufsichtsrat gegen den Syndikatsvertrag zwischen ÖIAG und TA-Aktionär América Móvil bei der TA gestimmt. Auch die Wahl von Ex-Magna-Chef Siegfried Wolf zum Nachfolger von Peter Mitterbauer als Aufsichtsratschef der ÖIAG hatte die ehemalige Personalchefin des Siemens-Konzerns nicht goutiert. Der Umgang der Regierung mit der ÖIAG und deren Beteiligungen TA, OMV und Post sei „unverständlich“, aufgrund der Selbsterneuerung des Aufsichtsrats nehme die Republik ihre Eigentumsrechte nicht wahr. Als fix gilt, dass Ederer am Donnerstag zur Nachfolgerin von Horst Pöchhacker und Aufsichtsratschefin der ÖBB gewählt wird. (ung, DER STANDARD, 9.9.2014)

  • Brigitte Ederer tritt mit sofortiger Wirkung aus dem ÖIAG-Aufsichtsrat zurück.
    foto: apa/neubauer

    Brigitte Ederer tritt mit sofortiger Wirkung aus dem ÖIAG-Aufsichtsrat zurück.

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