Rafael, Zoe und ihr erster Ausflug

Userartikel8. September 2014, 16:01
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Greenlife-Drive-Testfahrer Rafael Kopper hat bereits am ersten Wochenende einen kleinen Ausflug unternommen. Er schildert, wie sich "seine" Renault Zoe dabei schlug

Bevor es in den kommenden Beiträgen technischer und detaillierter wird, gibt es zunächst einmal einen ersten allgemeinen Fahrbericht von meinem Antrittsausflug an die niederösterreichisch-burgenländische Grenze.

Eine Fahrt im Zeichen der Elektrizität

Warum genau dorthin? Die Frau meines Großvaters braucht ein neues Handy, da der Akku den Geist aufgeben hat. Neuer Akku, passt gut ins Konzept. Also geht es direkt nach Übergabe des Schlüssels, der natürlich kein Schlüssel ist, sondern eher eine Keycard (heißt dann tatsächlich auch Keycard, laut Handbuch), nach Mannersdorf am Leithagebirge, wo der Großvater mit seiner Frau wohnt. Laut eingebautem Navi: 37,5 Kilometer.

Die Batterieanzeige verspricht eine Reichweite von 120 Kilometern, aber weil alles neu ist und man ja nicht weiß und so, lieber im Eco-Modus. Der schaltet alle unnötigen Verbraucher ab (Klimaanlage, Radio, am Tag auch das Licht) und garantiert so maximale Batterieausdauer.

Erste Erkenntnisse aus der Elektromobilität

Beim Fahren macht sich als Erstes die Rekuperationsbremse bemerkbar, essenzieller Bestandteil des Stromautos. Google it. Nur so viel: Geht der Fuß vom Gas, wird das Auto sofort langsamer. Ungewohnt, stört aber gar nicht und fördert das vorrausschauende Fahren, da es Bremsen theoretisch überflüssig macht. Auf der Autobahn ist bei 100 km/h Schluss, was aber nur kurz Irritation auslöst. Eco-Modus.

Sonst alles sehr gemütlich, übersichtlich und fortschrittlich. Man gleitet lautlos durch die Landschaft. Die ist auf der Strecke zwar eher durchschnittlich, aber in Margarethen am Moos kommt der erste Fotostopp mit Kirche, und Mannersdorf hat für Architekturfreunde auch noch das Lafarge-Zementwerk von Karl Schwanzer zu bieten.

Ab nach Hause

Auf dem Rückweg wird der Eco-Modus deaktiviert, nachdem die Batterieanzeige noch immer 90 Kilometer verspricht und somit den Vertrauensbeweis erbracht hat. An der Kreuzung ist man dann eigentlich immer der Schnellste, und auch auf der Autobahn ließe sich das Tempolimit brechen, wenn man das wollte. Insgesamt kann man die Zoe recht flott bewegen, wenn man will, was sich aber auch sofort am Ladebalken bemerkbar macht. Bis nach Wien hat es trotzdem locker gereicht.

Die Handygeschichte hatte übrigens kein so erfolgreiches Ende. Der Herr im "3"-Shop hat vergessen, das Ding zu bestellen. (Rafael Kopper, derStandard.at, 8.9.2014)

Hinweis: Die Autos wurden von den jeweiligen Herstellern für den Testzeitraum zur Verfügung gestellt, der Kooperationspartner Smatrics bietet den Strom für die Elektrofahrzeuge an. Der Beitrag gibt die persönliche Meinung des Users wieder.

  • Beim Fotostopp macht Zoe bisweilen eine gute Figur.
    foto: rafael kopper

    Beim Fotostopp macht Zoe bisweilen eine gute Figur.

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