S. Williams mit glattem Sieg in Geschichtsbücher

8. September 2014, 00:18
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US-Amerikanerin lässt Caroline Wozniacki kein Licht und schraubt sich in den Tennis-Olymp

New York - Serena Williams hat zum dritten Mal nacheinander die US Open gewonnen. Die erfolgreichste Tennisspielerin der Gegenwart ließ der Dänin Caroline Wozniacki in einem einseitigen Finale mit 6:3, 6:3 keine Chance und steht nach ihrem 18. Grand-Slam-Titel nun auf einer Stufe mit den Legenden Chris Evert und Martina Navratilova. Selbst der Rekord der deutschen Tennis-Ikone Steffi Graf (22), aufgestellt in der Open Era (seit 1968), ist nicht mehr weit entfernt.

Williams krönte ihren faszinierenden Siegeszug im Big Apple mit einem weiteren ungefährdeten Triumph. Wie bereits in den Jahren 2002 und 2008 gewann Williams in Flushing Meadows ohne Satzverlust, im gesamten Turnier gab die Weltranglisten-Erste nur 32 Spiele ab. Williams ist zudem erst die zweite Spielerin in der Geschichte des Profitennis, die dreimal in Folge in New York triumphierte. Dieses Kunststück war bislang nur Chris Evert (1975 bis 1978) gelungen.

Nervöser Beginn, souveränes Match

Nach 75 Minuten verwandelte Williams unter dem Jubel der 22.500 Zuschauer im ausverkauften Arthur Ashe Stadium ihren ersten Matchball gegen Wozniacki. Es war ihr neunter Erfolg im zehnten Duell mit der 24-Jährigen, die zum zweiten Mal nach 2009 im Endspiel der US Open stand. Damals hatte Wozniacki ebenfalls in zwei Sätzen gegen die Belgierin Kim Clijsters verloren.

Nach nervösem Beginn dominierte Williams das Match nach Belieben, im ersten Satz brachte Wozniacki nur einmal ihren Aufschlag durch. Williams stand zumeist auf der Grundlinie und scheuchte die ehemalige Nummer eins der Tenniswelt hin und her. In der Vorbereitung auf das letzte Grand-Slam-Turnier der Saison hatte Wozniacki der Amerikanerin in zwei Begegnungen immerhin jeweils einen Satz abgenommen. Davon war sie an diesem Nachmittag weit entfernt.

Williams ließ auch im zweiten Satz nicht locker, letztlich zählten die Statistiker 29:4 Gewinnschläge. Die jüngere der beiden Williams-Schwestern, die im Alter von 17 Jahren ihren ersten von nun insgesamt sechs Titeln in New York geholt hatte, musste nicht einmal ihre Topleistung abrufen, um Wozniacki die Grenzen aufzuzeigen.

Gegen die Vergangenheit

Nach einigen überraschenden Niederlagen feierte Williams bei ihrem Heim-Grand-Slam ihren ersten Major-Erfolg in dieser Saison. Längst vergessen ist das Wimbledon-Drama, als Williams im Doppel wie benommen über den Platz getaumelt und ihr ein Alkohol- oder Drogenproblem angedichtet worden war. (sid, 8.9.2014)

  • Wozniacki hat den Teller, Williams den Pokal.
    foto: apa/epa/lane

    Wozniacki hat den Teller, Williams den Pokal.

  • Serena Williams ist eine Große ihres Fachs.
    foto: apa/epa/mabanglo

    Serena Williams ist eine Große ihres Fachs.

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