Sudan soll libyschen Islamisten Waffen liefern

7. September 2014, 16:18
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Sudanischer Militärattache zum Verlassen des Landes aufgefordert

Tripolis/Khartum - Libyen hat dem Sudan vorgeworfen, Waffen für islamistische Milizen ins Land geschmuggelt zu haben. Eine Maschine aus dem Sudan sei bereits am Donnerstag in der südlibyschen Stadt Kufra gelandet, heißt es in einer Regierungserklärung vom Samstagabend. Dort seien Waffen abgeladen worden, die für Kämpfer der islamistischen Koalition Fajr Libia (Libyens Morgendämmerung) bestimmt gewesen seien.

Als Reaktion forderte die libysche Regierung den sudanischen Militärattache auf, das Land zu verlassen. Der Sudan bestreitet die Vorwürfe. Zwar sei eine Maschine in Libyen gelandet, aber die Waffen seien ausschließlich für die libysche Armee bestimmt gewesen, berichtete die sudanesische Nachrichtenseite Sudan Media Center unter Berufung auf den lokalen Fernsehsender Shuruk.

Libyen befindet sich inmitten blutiger Kämpfe rivalisierender Milizen. Es sind die schlimmsten Ausschreitungen seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi 2011. (APA, 7.9.2014)

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