Griechenland: Premier will Steuern senken

7. September 2014, 11:19
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Regierungschef sieht Krisenland auf Wachstumskurs und will Steuererhöhungen zurücknehmen

Thessaloniki - Für den griechischen Premierminister Antonis Samaras ist das Schlimmste überstanden. Er sieht das Krisenland wieder auf Wachstumskurs. Den Griechen stellte Samaras am Wochenende Steuererleichterungen in Aussicht, darunter eine Senkung der Heizölsteuer um 30 Prozent.

Die Erhöhung dieser Steuer habe sich als ineffektiv erwiesen und zudem der Umwelt geschadet - in den beiden letzten Wintern hatten viele Griechen mit Holz geheizt, weil sie sich kein Heizöl mehr leisten konnten, sagte Samaras am Wochenende in Thessaloniki. Auch ein Solidaritätsbeitrag von pauschal 650 Euro für alle Freiberufler soll spürbar gesenkt werden.

24 Quartale Rezession

Zur wirtschaftlichen Entwicklung prognostizierte Samaras: "Im dritten Quartal 2014 wird Griechenland wieder ein positives Wachstum verzeichnen, nach 24 Quartalen Rezession." Auch mit Bezug auf den Schuldenabbau gab er sich positiv: "In wenigen Monaten wird man uns bescheinigen, dass unsere Schulden tragfähig sind."

Die Schulden seien in absoluten Zahlen schon jetzt leicht rückläufig, sagte Samaras. Wenn die Wirtschaft wieder anziehe, werde sich dies auch auf das Verhältnis der Staatsschulden zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) auswirken.

Die Regierung von Samaras muss bei der krisengeplagten Bevölkerung punkten, denn das oppositionelle Bündnis der radikalen Linken führt derzeit deutlich in allen Umfragen. Allerdings müssen die internationalen Geldgeber Athens - die sogenannte Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds - grünes Licht für die versprochenen Steuersenkungen geben. (APA, 7.9.2014)

  • Samaras bei der Eröffnung der Handelsmesse in Thessaloniki am Samstag.
    foto: ap photo/nikolas giakoumidis

    Samaras bei der Eröffnung der Handelsmesse in Thessaloniki am Samstag.

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