IT-Konzerne und Universitäten wollen Nachfolger für IP finden

6. September 2014, 11:57
45 Postings

Das "Named Data Network“ plant einen IP-Nachfolger, bei dem der Datenfluss statt Endpunkten im Vordergrund steht

Das altehrwürdige Internet Protocol (IP) soll einen Nachfolger erhalten – und zwar nicht nur als Update der IP-Versionen, sondern als komplett neue Internetarchitektur. Das planen zumindest eine Vielzahl gewichtiger US-Konzerne, die mit dem vergangene Woche gegründeten "Named Data Network“-Konsortium Forschungsprojekte an wichtigen Universitäten fördern wollen.

Fokus auf Daten

Das Problem mit IP, so heise: Die derzeitige Internetarchitektur basiert auf dem Grundprinzip, einzelne Endpunkte (also Teilnehmer) miteinander zu vernetzen. Das sei allerdings aufgrund der Realverfassung des Internets überholt: Nun sei es wichtig, die Anwendungen und damit übermittelten Daten in den Vordergrund zu stellen.

Testszenarien

Eine Umstellung hätte natürlich enorme Auswirkungen, die nun untersucht werden soll. Laut Heise plant das NDN-Konsortium deshalb, "Testszenarien, Simulationen und kommunikationstheoretische Grundlagen“ zu entwickeln. Die erste Phase des Projekts läuft 2016 aus, Unterstützung kommt etwa von Cisco, Verisign oder Panasonic. (fsc, derStandard.at, 6.9.2014)

  • Content Packets sollen im Zentrum stehen
    foto: ndn

    Content Packets sollen im Zentrum stehen

  • Das IP-Packet sei überholt, so große IT-Konzerne
    foto: ndn

    Das IP-Packet sei überholt, so große IT-Konzerne

Share if you care.