USA ermitteln gegen Ex-Diplomat 

6. September 2014, 11:46
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Justiz entsorgte offenbar Gerichtsakten zum Fall Zalmay Khalilzad - Bankkonten österreichischer Ehefrau eingefroren

Wien - Wie das Nachrichtenmagazin "Profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, entsorgte Österreichs Justiz unter anderem auch Gerichtsakten zum Fall eines höchstrangigen ehemaligen US-Diplomaten im Altpapier: Demnach ermitteln US-Behörden gegen Zalmay Khalilzad, den früheren US-Botschafter in Afghanistan, im Irak und bei der UNO, unter anderem wegen des Verdachts der Geldwäsche.

Die Ermittlungen beziehen sich laut "Profil" auf Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen aus dem Irak und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Laut einem US-Rechtshilfeersuchen solle Khalilzad 1,15 Millionen Euro auf ein Wiener Bankkonto seiner US-österreichischen Ehefrau, der Sozialwissenschafterin Cheryl Benard, überwiesen haben. Im Februar dieses Jahres habe Österreichs Justiz mehrere Wiener Bankkonten Benards einfrieren lassen.

Anwalt: "Keine konkreten Verdachtsmomente"

Benards Anwalt erklärte gegenüber "Profil", die US-Behörden hätten "bis heute keine konkreten Verdachtsmomente formuliert". Das Oberlandesgericht Wien müsse demnächst über einen Einspruch Benards gegen die Kontensperre entscheiden. (APA, 6.9.2014)

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