Membranen gegen die Erderwärmung

6. September 2014, 14:34
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Treibhausgasfänger aus Japan könnten zum Klimaschutz beitragen

Japan/Wien - Eine Studie in der Zeitschrift "Nature Communications“ beschreibt eine Membran, welche Treibhausgase einfängt. Die bekanntesten Treibhausgase sind Kohlendioxid und Methan, welche bei der Verbrennung fossiler Energieträger oder bei der Land- und Forstwirtschaft freigesetzt werden.

Diese Gase werden von der Membran absorbiert, gespeichert, katalysiert und aufgetrennt. Die Forscher aus Japan nennen ihre Entwicklung PIM-1, Polymers of intrinsic microporosity. Deren Mikroporen haben einen Durchmesser von weniger als zwei Nanometer, sind heterogen über die Membran verteilt und dienen zur Gasaufnahme.

Zu Beginn kämpften die Forscher gegen die geringe Selektionsfähigkeit der Membran, die fast alle Gase aufnahm. Die Schwachstelle wurde behoben, indem sie die Membran unter Sauerstoffpräsenz auf 120 bis 450 Grad Celsius erhitzten. Die neue Membran hat eine dreimal so hohe Selektionsfähigkeit von Gasen wie die kommerziellen Membranen. PIM-1 ist ebenfalls resistent gegen Hitze, chemisch stabil und mechanisch flexibel. Die Hitzebehandlung stärkt die Kanäle und Durchgänge und führt zu einer heterogenen Verteilung der Mikroporen.

Treibhausgase, die bereits in die Atmosphäre gelangt sind, werden seit 2009 vom Satelliten Ibuki gemessen. Die Konzentration der Gase wird an Klimatologen weitergegeben, diese erstellen Modelle für die Klimaforschung. (roll, derStandard.at, 6. 9. 2014)

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