Schelling und Pröll führten betont harmonisches Arbeitsgespräch

5. September 2014, 14:33
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Persönlich "bestes Einvernehmen", auch bei Steuer passe "kein Blatt dazwischen"

St. Pölten - Der neue Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) ist am Freitag in St. Pölten zu einem ersten Arbeitsgespräch mit seinem Parteifreund, Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll, zusammengetroffen. Dabei wurde unter anderem Atmosphärisches geklärt.

So betonten beide ihr - entgegen anders kolportierter Darstellung - gutes Verhältnis zu einander. Pröll erinnerte daran, dass er Schelling, der seit 1981 in St. Pölten lebt, als "junger" Landesparteiobmann bereits vor 22 Jahren in seine Reformgruppe geholt hatte. Und auch Schelling betonte: "Ich habe und hatte mit dem Landeshauptmann bestes Einvernehmen", es sei auch kein Problem, wenn man einmal verschiedene Meinungen habe. Er wolle jedenfalls "engen Kontakt mit Pröll halten, sagte Schelling.

"Kein Blatt dazwischen"

Selbstverständlich habe Niederösterreich als größtes Bundesland eine Vorreiterrolle. Aber auch in Sachen Steuerreform "geht kein Blatt dazwischen", ist sich Schelling sicher: "Wir wollen eine Reform, nicht eine Senkung."

In Sachen Einsparungen sei überall anzusetzen. Die bisher nicht gelungene Durchforstung der Förderungen soll jetzt vorgenommen werden. Schelling schloss auf anschließende Journalistenfragen eine Steuerhoheit für die Länder nicht aus. Möglicherweise seien verfassungsrechtliche Änderungen nötig. Er könne heute aber "nicht sagen, wie es ausschaut".

Angesprochen auf seine Absage einer Kandidatur für die Wahl zum Bundespräsidenten bekräftigte Pröll, dass die Hofburg in seiner Lebensplanung keine Rolle spiele. (APA, 05.09.2014)

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