Ebola-Verdacht in Linz wahrscheinlich doch Malaria

5. September 2014, 18:45
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Teenager ist nach Nigeria-Besuch erkrankt

Linz - Im Linzer Ebola-Verdachtsfall ist Freitagabend Entwarnung gegeben worden. Der Patient leide nicht an der Seuche, es bestehe aber der Verdacht auf Malaria, teilte das Allgemeine Krankenhaus Linz (AKH) mit.

Der 15-jährige Patient war vor kurzem von einem Verwandtschaftsbesuch aus Nigeria heimgekehrt. Am Freitagvormittag suchte er mit entsprechenden Symptomen einen praktischen Arzt in Leonding (Bez. Linz-Land) auf, der die zuständige Amtsärztin informierte. Daraufhin organisierte das Rote Kreuz einen Infektionstransport ins AKH Linz, wo der junge Mann auf die Isolierstation gebracht wurde.

Blutproben wurden zur AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) geschickt. Das Ergebnis, das Freitagabend eintraf, war negativ. Laut AKH müsse der Bursch nun nicht mehr isoliert werden und dürfte noch am Abend in die Kinderklinik überstellt werden. Er habe hohes Fieber, es bestehe der Verdacht auf Malaria. Lebensgefahr bestehe nicht.

Es handelte sich um den bisher dritten Verdachtsfall in Oberösterreich und den fünften in Österreich: Bei einem Todesfall in Tirol, zwei nach einem Afrika-Aufenthalt erkrankten Männern in Oberösterreich sowie zuletzt einem am Mittwoch aus Wien gemeldeten Verdachtsfall konnte ebenfalls jedes Mal Entwarnung gegeben werden - genauso wie bei derartigen Fällen sonst in Europa. (APA, 5.9.2014)

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