Hamas-Führung nicht am Mord israelischer Teenager beteiligt

5. September 2014, 12:18
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"New York Times" zitiert aus israelischer Anklage gegen mutmaßlichen Drahtzieher

Gaza -Im Fall der drei im Westjordanland im Juni ermordeten israelischen Jugendlichen gibt es laut einem Bericht keinen Hinweis auf eine Verstrickung der Hamas-Führung. Die "New York Times" veröffentlichte am Freitag Dokumente zur Anklage des mutmaßlichen Drahtziehers Hussam Kawasme, die am Vortag vor einem israelischen Militärgericht erhoben worden war.

Demnach gebe es bisher keinen Beweis, dass die Führungsriege der im Gazastreifen herrschenden radikal-islamischen Hamas die Entführung befohlen oder von ihr gewusst hätte. Die Tat sei zwar mit Geldern aus Gaza finanziert, aber von einer lokalen Zelle der Hamas im Westjordanland geplant und ausgeführt worden.

Auslöser der Kämpfe in Gaza

Die Teenager waren Mitte Juni im Westjordanland entführt und später tot aufgefunden worden. Die Tat wird als Ausgangspunkt der wiederaufgeflammten Kämpfe zwischen Israel und der Hamas gesehen. Israel hatte die radikal-islamische Organisation beschuldigt, hinter den Morden zu stehen. Zahlreiche Mitglieder der Palästinenserorganisation waren daraufhin verhaftet worden. In einem Interview Ende August hatte Hamas-Chef Khaled Meshal zwar zugegeben, dass Angehörige der Organisation an der Tat beteiligt gewesen seien. Ranghohe Hamas-Mitglieder seien aber nicht involviert gewesen.

Laut "New York Times" verteidigt die israelische Regierung ihr Vorgehen. Die Hamas-Führung habe dazu aufgerufen, Israelis zu entführen, zitiert die Zeitung einen ungenannten Regierungsbeamten. (APA, 5.9.2014)

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