Volksschulstreit: Kärntner Landeshauptmann Kaiser entmachtet Direktorin

5. September 2014, 10:21
49 Postings

Vergiftetes Klima zwischen Schulleitung und Lehrerschaft in Feldkirchen – Lehrer und 100 der 140 Schüler wollten Schule wechseln – Kaiser: Direktorin erhält neue Aufgabe

Feldkirchen/Klagenfurt – Im massiven Konflikt zwischen Direktorin, Lehrerschaft und Eltern an einer Volksschule in der Kärntner Bezirksstadt Feldkirchen hat nun Landeshauptmann und Bildungsreferent Peter Kaiser (SPÖ) hart durchgegriffen. In einer Aussendung am Freitag kündigte er die Entmachtung der Direktorin und eine Zusammenlegung der Schulleitung mit jener der zweiten Feldkirchner Volksschule an.

Österreichische Lösung

Das Klima zwischen Direktorin und Belegschaft der Volksschule 2 war zuletzt derart vergiftet, dass praktische alle Lehrer – von Bediensteten mit nur einzelnen Stunden Lehrverpflichtung abgesehen – Versetzungsanträge stellten. Ein großer Teil der Elternschaft wollte einen Wechsel der Klassenlehrer für ihre Sprösslinge nicht hinnehmen und drohte am Donnerstag mit einem Wechsel in die Volksschule 1. Der Volksschule 2 wären 100 der knapp 140 Schüler wenige Tage vor Schulbeginn abhandengekommen.

Auf Anordnung Kaisers gab es am Donnerstagabend einen letzten Versuch der Verständigung. Das Gespräch scheiterte offenbar. Deshalb verfügte der Bildungsreferent nun die Zusammenlegung der Direktionen der beiden Volksschulen. Die Direktorin der Volksschule 2 erhalte eine neue Aufgabe, hieß es.

Schulbeginn am Montag "sorgenfrei" gestalten

"Damit gibt es keine Notwendigkeit von Versetzungen der Lehrerinnen und Lehrer und die Kinder können am Montag sorgenfrei mit ihren vertrauten Lehrerinnen und Lehrern in das neue Schuljahr starten", so Kaiser in der Aussendung des Landespressedienstes. (APA, 5.9.2014)

Share if you care.