Juncker-Team nimmt Gestalt an

4. September 2014, 17:43
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Hahn: Dossier Nachbarschaft oder Betrugsbekämpfung

Brüssel - Der von Österreich wieder nominierte EU-Kommissar Johannes Hahn wird in der nächsten Legislaturperiode nicht mehr für Regionalpolitik zuständig sein. Das schien nach den Anhörungen aller 27 Kandidaten durch den neuen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker am Donnerstag fix zu sein. Hahn könnte bis 2020 ein Ressort im außenpolitischen Bereich bekommen - konkret die "Nachbarschaftspolitik". Er wäre also Federica Mogherini zugeordnet.

Dies würde die Beitrittskandidaten - wie die Beziehungen etwa zur Ukraine, Georgien, Moldawien - umfassen. Auch Steuern und Betrugsbekämpfung sind im Gespräch. Im Kabinett des Österreichers gibt es dafür keine Bestätigung; nur die Aussage, dass er "in einem für Juncker prioritären Bereich" tätig sein werde. Juncker beabsichtigt, wie im Standard angekündigt, der Kommission eine neue, effizientere "Regierungsstruktur" zu geben. Starke Vizepräsidenten sollen für mehr ressortübergreifende Koordination sorgen. Dafür will er ehemalige Regierungschefs einsetzen. Als sein Stellvertreter soll der niederländische Außenminister Leo Tindemans, ein Sozialist, kommen. Nächste Woche will Juncker sein Team präsentieren. (tom, DER STANDARD, 5.9.2014)

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