Verleger Burda fordert von EU härtere Gangart gegen Google

4. September 2014, 17:02
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EU solle Googles Vergleichsvorschlag im laufenden Wettbewerbsverfahren zurückweisen

Wien - Die deutschen Verleger wollen den Druck auf Google erhöhen und appellieren an die EU-Kommission, schärfer gegen den Suchmaschinenkonzern vorzugehen. In einer Pressemitteilung fordern der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) die Europäische Kommission auf, Googles Vergleichsvorschlag im laufenden Wettbewerbsverfahren zurückzuweisen.

Googles "missbräuchliche Bevorzugung" eigener Dienste würde nicht beendet werden, heißt es, sondern sogar formal bestätigt werden. Das Paket sei nicht geeignet, einen "freien Wettbewerb, Innovation und Verbraucherschutz wiederherzustellen".

Hubert Burda, Präsident der Zeitschriftenverleger, sagt: "Sollte die Europäische Kommission Googles Vorschlag akzeptieren, wäre dies der Freibrief für Google, seine Marktmacht weiter zu missbrauchen. 'Fair Search' ist eine wesentliche Voraussetzung für die florierende und pluralistische Entwicklung des europäischen Medien- und Technologiesektors. Der Vergleichsvorschlag hingegen ist das Gegenteil von 'Fair Search'."

Die Verleger wollen weitere Verhandlungen und eine härtere Gangart der EU-Kommission gegen Google. (red, derStandard.at, 4.9.2014)

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