Moto 360: Motorolas runde Smartwatch ist da

5. September 2014, 08:55
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Hersteller setzt starken Fokus auf Design - Mit Android Wear - Vorerst nur in den USA verfügbar, Deutschland folgt Mitte Oktober

Als Google im Frühjahr erstmals sein Smartwatch-Betriebssystem Android Wear präsentierte, zog vor allem eine in diesem Zusammenhang gezeigte Uhr das Interesse der Öffentlichkeit auf sich: Die Moto 360 der Google-Tochter Motorola Mobility. Während bisherige Smartwatches meist wie ein verkleinertes Smartphone wirkten, hatte Motorola recht augenscheintlich etwas mehr Zeit in Design-Überlegungen investiert.

Launch

Dem ersten Auftritt folgte ein langes Warten, das das Unternehmen nun offizielle beendet: Im Rahmen eines Launch-Events hat Motorola am Freitag den offiziellen Startschuss für seine erste Smartwatch gegeben - und bestätigt dabei vieles, was bereits zuvor durchgedrungen war.

Design

Das Gehäuse der Moto 360 ist in rostfreiem Stahl ausgeführt, das Armband ist aus Leder gefertigt. An der Seite ist ein Knopf angebracht, mit dem sich der Bildschirm ein- und ausschalten lässt.

motorola mobility

Zentrales Element ist der 1,56-Zoll große, runde LCD-Bildschirm, der mit einer Pixeldichte von 205 PPI aufwarten kann. Wie schon vorab zu sehen, handelt es sich hierbei aber nicht um einen vollen Kreis, zur Bildschirmansteuerung ist am unteren Ende ein kleiner Teil abgeschnitten. Die Verwendung von Gorilla Glass 3 soll vor Beschädigungen schützen.

Drahtlos

Das Aufladen der Moto 360 erfolgt drahtlos, wobei hier der Qi-Standard verwendet wird, den etwa auch Googles Nexus-Reihe nutzt. Eine passende Ladestation wird mitgeliefert. Der Akku ist mit 320 mAh angegeben, Laufzeitwunder sind hier also entgegen früheren Berichten eher nicht zu erwarten, wobei abzuwarten bleibt, wie sich der Prozessor auswirkt. Im Gegensatz zu anderen bisherigen Android-Wear Smartwatches, die allesamt auf den Snapdragon 400 setzen, verwendet das Motorola-Gerät nämlich einen TI OMAP 3 Prozessor. Diese Wahl ist übrigens einigermaßen verblüffend, da der Hersteller Texas Instruments eigentlich schon seit geraumer Zeit aus dem Prozessorgeschäft ausgestiegen ist.

Sensoren

Für Fitnessaufgaben integriert die Moto 360 einen Schrittzähler sowie einen Pulsmesser. Wie zu erwarten ist die Moto 360 nach IP67 wasserdicht, kann also bis zu einer halben Stunde maximal einen Meter unter Wasser gehalten werden, ohne Schaden zu nehmen. An den ersten Android Wear-Smartwatches war unter anderem das Fehlen eines Sensors für die automatisch Helligkeitsanpassung bemängelt worden, bei Motorola hat man auf diesen hingegen nicht vergessen. Die Kommunikation mit dem Smartphone erfolgt per Bluetooth 4.0. Voraussetzung für eine funktionierende Zusammenarbeit ist ein Gerät mit mindestens Android 4.3. Das Gewicht liegt bei 49 Gramm, der Durchmesser ist mit 46mm angegeben, die Höhe mit 11,5mm.

Verfügarkeit

Die Moto 360 ist ab sofort in den USA ab sofort um 250 US-Dollar verfügbar. Der Verkauf in Großbritannien soll Anfang Oktober starten, Kanada kurz danach folgen. Informationen zu einem Launch in anderen Ländern gibt es bisher nicht. In einigen Wochen sollen zudem noch Varianten mit Metallarmbändern angeboten werden, die allerdings mit 300 US-Dollar etwas teurer sein sollen.

Update, 12:00

Mittlerweile hat Motorola auch eine Verfügbarkeit für Deutschland genannt: Hier soll die Moto 360 ab der zweiten Oktoberwoche verfügbar sein und zwar zu einem Preis von 249 Euro. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 5.9.2014)

  • Die Moto 360.
    foto: motorola

    Die Moto 360.

  • Das Aufladen erfolgt per Wireless Charging.
    foto: motorola

    Das Aufladen erfolgt per Wireless Charging.

  • Die Smartwatch integriert auch einen Pulsmesser.
    foto: bebeto matthews / ap

    Die Smartwatch integriert auch einen Pulsmesser.

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