Uber startet mit seiner Fahrtdienst-Vermittlung in Genf

4. September 2014, 13:27
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Vermittlungsplattform für Passagiertransporte versetzt Taxi-Branche in Aufruhr

Das kalifornische Unternehmen Uber bietet seine Vermittlungsplattform für Passagiertransporte ab Donnerstag auch in Genf unter dem Namen UberX an. Wie in Deutschland könnte Uber aber auch in Genf in Konflikt mit dem Gesetz geraten. Der neue Service befindet sich jedoch noch in der Testphase in Genf, wie Uber heute, Donnerstag, mitteilte.

Bisher war die Smartphone-App, die Transporte zwischen Passagieren und professionellen Fahrern vermittelt, in der Schweiz nur für Zürich verfügbar. Geplant ist ein weiteres Angebot in Bern.

Die bereits in 45 Ländern aktive Fahrdienst-Vermittlung ist allerdings nicht überall willkommen: In Deutschland erwirkte die Taxis Deutschland Servicegesellschaft jüngst ein Verbot für Uber.

Die Genossenschaft kritisierte unter anderem, dass das Angebot Fahrgäste mit privaten Fahrern zusammenbringe, die nicht die üblichen Auflagen des Taxigewerbes erfüllten. Uber legte am Dienstag Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung ein. Die mündliche Verhandlung soll in den nächsten Wochen stattfinden.

Auch in Genf könnte Uber in Konflikt mit dem geltenden Gesetz geraten: Denn gewerbliche Privattransporte müssen entweder mit einem vorschriftsmäßig ausgerüsteten Taxi oder mit Limousinen zu einem im Voraus festgelegten Preis erfolgen, wie das Genfer Departement für Sicherheit und Wirtschaft erklärte.

Das Angebot von Uber falle aber in keine dieser beiden erlaubten Kategorien. Mit Testkunden soll die Einhaltung der Gesetze kontrolliert werden, bei einem Verstoß drohen Sanktionen für die Chauffeure. Ein neues Taxi-Gesetz in Genf steht indes bereits in den Startlöchern, wobei allerdings noch ein Referendum droht.

Die Genfer Taxizentrale Taxiphone gibt sich bezüglich der möglichen neuen Konkurrenz gelassen: Das neue Angebot decke nur einen kleinen Teil der allgemeinen Nachfrage ab, schrieb das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Es richte sich vor allem an junge Menschen, die selten Taxi fahren. Taxiphone befürchtet denn auch keinen Preisdruck durch UberX. (APA, derStandard.at, 4.9.2014)

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