Schwimmendes Sciencecenter hat in Linz angelegt

4. September 2014, 12:14
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Weitere Anlaufhäfen sind Krems und Wien

Linz/Krems/Wien - Die "MS Wissenschaft", ein schwimmendes Sciencecenter aus Deutschland, ist in Österreich eingetroffen. Der umgebaute Frachtkahn - heuer mit dem Thema "Digital unterwegs" - hat in Linz angelegt und ist mit dem Ars Electronica Festival verknüpft. Weitere Stationen sind Krems und Wien.

Die MS Wissenschaft hat insgesamt 36 Exponate an Bord. Sie sollen Besuchern ab zwölf Jahren Nutzen und Chancen der digitalen Revolution sichtbar machen. Beispielsweise mit dem Projekt "Storchenflug im Smartphone", das Tierwanderungen in Raum und Zeit dargestellt. Sie präsentiert aber auch einen Bildschirm, der als schwarzes Brett für die Kommunikation in Schulen dient und die Entwicklung von Speichermedien. Die ersten waren die Lochkarte, die nicht einmal so viel Information aufnehmen konnte, wie heute in einer SMS steckt. Aber auch die Risiken und Nebenwirkungen werden aufgezeigt. Etwa mit einem Fragebogen zur Diagnose, ob man schon Handy-süchtig ist.

In fünf Monaten 38 Stationen

Die MS Wissenschaft wird von "Wissenschaft im Dialog" im Auftrag des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit jährlich wechselnden Themen auf Tour geschickt. Sie macht in fünf Monaten an 38 Stationen halt - seit 2010 auf Initiative des Wissenschaftsfonds (FWF) auch in Österreich. Im vergangenen Jahr wurde die Schau über Demografieforschung von insgesamt rund 100.000 Personen besucht. Ziel ist es laut dem FWF-Vizepräsidenten Hermann Hellwagner, mit dem Konzept "Wissenschaft zum Angreifen" die Grundlagenforschung verständlich und breitenwirksam zu kommunizieren und damit auch die Kluft zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu überwinden.

Die Bildungs- und Forschungslandesrätin Doris Hummer informierte in einem Presserundgang am Mittwoch in Linz, dass die Upper Austrian Research GmbH den Aufenthalt der MS Wissenschaft in Oberösterreich koordiniert. Er findet heuer in der letzten Ferienwoche statt und ist obendrein als "associated program" Teil des Ars Electronica Festivals in Linz. Er passe ausgezeichnet in das Strategische Wirtschafts- und Forschungsprogramm "Innovatives OÖ 2010" mit einer Investitionssumme von 1,34 Mrd. Euro. Als Teil der Umsetzung starte am 15. September die Ausschreibung "Produktionsstandort 2050 - Industrie 4.0". Dabei gehe es um die "digitale Fabrik", die in Zukunft autonom und vernetzt und somit sparsamer und flexibler werden soll. Sie soll sich selbst optimieren und steuern, die Menschen darin sollen zunehmend wertschöpfende und kreative Aufgaben übernehmen. (APA, 04.09.2014)

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