Erholung in der Eurozone bleibt fragil

4. September 2014, 11:51
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Brüssel - Die konjunkturelle Erholung in der Eurozone bleibt nach Einschätzung von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem fragil und holprig. Um die Wachstumsaussichten zu stärkeren, müssten die Mitgliedsstaaten "Strukturreformen mit frischem Elan voranbringen", forderte der niederländische Finanzminister am Donnerstag vor dem Europaparlament in Brüssel.

Zudem sei die Europäische Zentralbank (EZB) noch nicht am Ende ihrer Möglichkeiten.

Immerhin sieht Dijsselbloem mit Blick auf die Schuldenkrise eine positive Entwicklung. "Wir haben Fortschritte in Richtung Wiederherstellung einer stabilen Grundlage für unsere Finanzen gemacht." Ausdrücklich verwies er auf "wirkliche Fortschritte" in Griechenland. Die Sanktionen gegen Russland bezeichnete Dijsselbloem als effektiv. Es gebe Möglichkeiten, diese schrittweise zu verschärfen. "Wir stehen sehr fest zur Unterstützung in der Ukraine."

Dijsselbloems Mandat an der Spitze der Euro-Finanzminister läuft offiziell noch bis Mitte 2015. In Brüssel wird darüber spekuliert, dass der spanische Ressortchef Luis de Guindos neuer Eurogruppenchef werden könnte. (APA, 4.9.2014)

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