Geld für positive Berichte: Acht Medienvertreter in China verhaftet

4. September 2014, 11:21
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Zeitung soll von Firmen Geld für positive Berichterstattung verlangt haben

Shanghai - In China sind acht Medienvertreter festgenommen worden, weil sie dutzende Firmen für positive Berichterstattung erpresst haben sollen. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag berichtete, sind unter den Verdächtigen auch der Verantwortliche für die Internetausgabe der Wirtschaftszeitung "21st Century Business Herald" und dessen Stellvertreter sowie mehrere Angestellte von zwei PR-Firmen.

Sie sollen von dutzenden Firmen Geld für positive Berichte verlangt und Negatives über diejenigen veröffentlicht haben, die das ablehnten. Xinhua sprach von einem "riesigen" Erpressungsskandal. Demnach sollen die Verdächtigen die Firmen auch zu Werbeanzeigen zu horrenden Preisen gezwungen haben. Die Internetausgabe der Wirtschaftszeitung bestätigte, dass am Mittwoch "mehrere" Angestellte von der Polizei zu Ermittlungszwecken abgeführt worden seien, äußerte sich aber nicht zu Details.

Es wird vermutet, dass die Praxis, sich für positive Berichterstattung bezahlen zu lassen, in China weitverbreitet ist. Die chinesischen Behörden hatten vor einiger Zeit angekündigt, landesweit gegen Erpressung im Mediensektor vorzugehen. ((APA/AFP, 4.9.2014)

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