ATX schließt am Montag etwas tiefer

8. September 2014, 18:33
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Schwächelndes China, abspaltungswillige Schotten und zweifelnde Investoren belasten

Wien - Die Wiener Börse hat am Montag etwas leichter geschlossen. Der ATX fiel 9,49 Punkte oder 0,40 Prozent auf 2.348,85 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,03 Prozent, DAX/Frankfurt +0,04 Prozent, FTSE/London -0,38 Prozent und CAC-40/Paris -0,30 Prozent.

Nach einem recht ruhigen Vormittagshandel drehte die Wiener Börse am frühen Nachmittag tiefer ins Minus ab, grenzte ihre Verluste aber bis Handelsschluss etwas ein. Belastet wurden die Aktienmärkte dabei unter anderem von erhöhten Sorgen rund um eine Abspaltung Schottlands von Großbritannien im Vorfeld der Unabhängigkeits-Abstimmung am 18. September. Ebenso negativ wirkte das Stimmungsbarometer der Investmentberatung Sentix: Der Konjunkturindex brach im September um 12,5 auf minus 9,8 Punkte und damit den niedrigsten Stand seit Juli 2013 ein.

Zudem fielen die Importe Chinas im August den zweiten Monat in Folge auf ihr schwächstes Niveau seit einem Jahr. Während Volkswirte im Jahresvergleich ein Plus von 1,7 Prozent erwartet hatten, stand am Ende ein 2,4-prozentiger Rückgang zu Buche. Regierung und Zentralbank dürften nun Experten zufolge unter Zugzwang stehen, mit zusätzlichen Konjunkturmaßnahmen die Wirtschaft anzukurbeln, um das Wachstumsziel von 7,5 Prozent in diesem Jahr zu erreichen.

An der Wiener Börse standen die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) im Fokus: Das Geldhaus zahlt nun auch das von privaten Investoren gehaltene Partizipationskapital (PS) in Höhe von 750 Mio. Euro zur Gänze zurück. Die Rückzahlung ist für Mittwoch, den 10. September geplant, teilte die RBI heute mit. Das staatliche PS-Kapital in Höhe 1,75 Mrd. Euro war bereits im Juni zurückgezahlt worden. Die RBI-Aktie verlor 1,67 Prozent auf 20,85 Euro.

Noch schwächer präsentierten sich im Wiener prime market Schoeller-Bleckman Oilfield (SBO), die 1,81 Prozent auf 77,60 Euro verloren. Die Aktien des Ölfeldausrüsters folgten damit dem schwachen Sektortrend, nachdem der Preis für Brentöl erstmals seit Juni 2013 unter die Marke von 100 Dollar gefallen war.

Die österreichische Post will größer in die Hauszustellung von Lebensmitteln einsteigen. Erster Partner in einem Pilotprojekt ab November ist die Handelsgruppe Pfeiffer, zu der auch Zielpunkt gehört. Start ist in Oberösterreich im Großraum Linz. Die Aktien der Post stiegen um 0,71 Prozent auf 36,98 Euro. (APA, 8.9.2014)

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