Apples Jony Ive: "Die Schweiz ist in Schwierigkeiten"

4. September 2014, 09:13
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Anspielung auf bevorstehende Vorstellung der iWatch - Design-Chef von großem Erfolg überzeugt

Der Umstand, dass Apple an einer eigenen Smartwatch arbeitet, darf mittlerweile als gesichert angenommen werden. Immerhin sind in den vergangenen Jahren mehrere Patentanträge des iPhone-Herstellers öffentlich geworden, in denen entsprechende Entwicklungen zu sehen waren. Allein der Veröffentlichungszeitpunkt blieb bis zuletzt ein unbekannter Faktor.

"iWatch"

In Kürze soll es nun aber so weit sein, wenn man aktuellen Berichten Glauben schenken darf. Im Rahmen der Präsentation neuer iPhones soll Apple am 9. September auch seine ersten Wearables vorstellen. Ob diese wirklich den Namen iWatch tragen werden, ist derzeit zwar noch unklar, offensichtlich ist aber, dass der Hersteller sehr von seiner Kreation überzeugt ist.

Die Schweiz

So zitiert die "New York Times" Apples Chefdesigner Jony Ive mit den Worten "Die Schweiz ist in Schwierigkeiten", wobei es sich bereits um eine abgeschwächte, weniger blumige Überlieferung handeln soll. Das heißt es in Berufung auf einen Mitarbeiter von Apples Designteam.

Smartwatches

Ive will damit wohl zum Ausdruck bringen, dass das traditionell in der Schweiz sehr starke Uhrengeschäft durch den Siegeszug der eigenen Smartwatch gefährdet ist. Ob dem wirklich so sein wird, ist freilich eine andere Frage. Steckt diese Sparte doch bisher noch in ihren Kinderschuhen und muss erst beweisen, dass hinter dem Konzept der Smartwatch auch ein tragfähiges Geschäftsmodell mit Massenappeal steckt.

Vorbilder

Zumindest die IT-Industrie scheint davon jedenfalls überzeugt zu sein. Immerhin würde Apple mit der iWatch in die Fußstapfen vieler anderer Hersteller treten, darunter Google, Samsung, LG und Sony.

Probleme

Übrigens hat der Designer in der Vergangenheit schon wenig erfreuliche Erfahrungen mit Schweizer Unternehmen gemacht. So musste Apple vor zwei Jahren 21 Millionen Dollar an die Schweizer Bundesbahn zahlen, nachdem man deren geschütztes Uhrenblattdesign für iOS 6 kurzerhand kopiert hatte. Ähnliches Ungemach könnte anstehen, sollte Apple seine Uhr tatsächlich iWatch nennen. Hat sich der Uhrenhersteller Swatch doch den Markennamen iSwatch gesichert und bereits mit rechtlichen Schritten gedroht, falls Apple die Marke iWatch verwenden will, da hier Verwechslungsgefahr bestünde. (red, derStandard.at, 4.9.2014)

  • Jony Ive. Apple-Designchef und sehr überzeugt vom Erfolg seines Tuns.
    foto: andrew kelly / reuters

    Jony Ive. Apple-Designchef und sehr überzeugt vom Erfolg seines Tuns.

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