Hollande: IS-Bedrohung könnte militärische Antwort erfordern

4. September 2014, 07:20
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Frankreichs Präsident: EU ist zu Kampf gegen Jihadistengruppe entschlossen

Paris - Nach der Ermordung eines weiteren US-Reporters durch die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hat Frankreichs Präsident Francois Hollande erklärt, die Bedrohung durch die Gruppe könnte eine Militärintervention nötig machen. Hollande betonte am Mittwoch nach einer Sitzung des Verteidigungsrats in Paris die Notwendigkeit einer "politischen, humanitären und wenn nötig militärischen Reaktion". Er versicherte, Frankreich werde sich eng mit seinen Partnern abstimmen, um auf diese ernste "globale Bedrohung" zu reagieren.

EU "mehr denn je" entschlossen

Die Europäische Union zeigte sich ihrerseits nach der Ermordung des Journalisten "mehr denn je" entschlossen, die internationalen Bemühungen zum Kampf gegen die IS-Milizen und andere Extremisten zu unterstützen. "Der empörende Mord an dem US-Journalisten Steven Sotloff ist eine weitere Demonstration der Entschlossenheit der IS, ihre Terrorstrategie fortzusetzen und auszuweiten", hieß es in Brüssel.

Am Dienstag war im Internet ein Video aufgetaucht, das die Enthauptung Sotloffs durch IS-Kämpfer zeigt. Die US-Regierung bestätigte inzwischen die Echtheit des Videos. Die Jihadisten hatten vor zwei Wochen bereits ein anderes Video ins Netz gestellt, das die Enthauptung des US-Journalisten James Foley zeigte. Die Jihadisten wollen mit den Morden die USA zum Stopp der Luftangriffe auf ihre Kämpfer im Irak zwingen. (APA, 4.9.2014)

  • Der französische Präsident Hollande überlegt auch eine militärische Reaktion auf die IS-Miliz im Irak und in Syrien.
    foto: reuters/eric vidal

    Der französische Präsident Hollande überlegt auch eine militärische Reaktion auf die IS-Miliz im Irak und in Syrien.

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