Deutscher Kompromiss bei Pkw-Maut in Sicht

4. September 2014, 07:05
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Vignettenpflicht soll nur auf Autobahnen und Bundesstraßen kommen

Berlin - Im Mautstreit zwischen der CSU und Teilen der CDU zeichnet sich einem Pressebericht zufolge ein Kompromiss ab. Wie die "Augsburger Allgemeine" vom Donnerstag unter Berufung auf CSU-Kreise berichtet, soll die geplante deutsche Pkw-Maut nur auf Autobahnen und Bundesstraßen eingeführt werden und nicht wie bisher geplant auf allen Straßen.

Nun werde ein Konzept favorisiert, das Landstraßen von der Vignettenpflicht ausnimmt, heißt es. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wollte bisher eine Maut auf allen Straßen. Dagegen gibt es Widerstand in der CDU vor allem in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Dort wird befürchtet, dass eine Maut auch auf Nebenstraßen den Grenzverkehr und damit etwa Einzelhändler belasten würde.

Private Investoren sollen beteiligt werden

Medienberichten zufolge wird auch im deutschen Finanzministerium an einem Mautkonzept gearbeitet. Die Zeitung "Die Welt" vom Donnerstag berichtet, geprüft werde eine Grundgesetzänderung, die es der deutschen Regierung erlauben würde, private Investoren in großem Stil an der Verwaltung von Bundesautobahnen und sonstigen Fernverkehrsstraßen zu beteiligen. (APA, 4.9.2014)

  • Ein Schild, das man in Deutschland in Zukunft öfter sehen wird.
    foto: jens büttner/dpa

    Ein Schild, das man in Deutschland in Zukunft öfter sehen wird.

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