"Bravo" soll zum "Social Magazine" werden

3. September 2014, 16:31
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Eine Neupositionierung soll den Auflagenrückgang des Mediums stoppen

Wien - Das Teenager-Magazin "Bravo" bekommt eine Neuerungskur verordnet. Um den Auflagenrückgang zu stoppen, möchte die Bauer Media Group das Magazin neu auf dem Markt positionieren. Zentraler Baustein werde die soziale Komponente sein, wie der Eigentümer am Mittwoch verkündete. "Bravo" solle zum "Social Magazine" werden.

Im ersten Schritt soll der Webauftritt bravo.de einem umfangreichen Relaunch unterzogen werden. Neben den Kanälen für "Bravo Girl" und "Bravo Sport" wird es auch eine eigene Plattform für das Beratungsteam Dr. Sommer geben. Analog zum digitalen Auftritt soll dann auch das Heft gestaltet werden. Ausgebaut werden die Bereiche Musik, Lifestyle und Beratung.

"Bravo-Inhalte wurden bereits auf dem Schulhof geteilt, als es noch kein Internet oder Smartphone gab. Im digitalen Zeitalter können wir diese Kernkompetenz noch kraftvoller ausspielen und haben die Marke Bravo auf allen Kanälen zum Social Magazine weiterentwickelt", so Marc de Laporte, Verlagsgeschäftsführer der Bauer München Redaktions KG, in einer Aussendung.

Die Auflage von "Bravo" erodiert seit Jahren. 1996 betrug die verkaufte Auflage noch 1,4 Millionen pro Ausgabe, heute geht das Heft pro Woche rund 200.000 Mal über den Ladentisch. Digital sieht die Sache anders aus. Wie "Meedia" vorrechnete, konnte bravo.de seine Zugriffe im letzten Jahr mehr als verdoppeln. Laut aktueller IVW-Auswertung verzeichnete bravo.de im Juli über 8 Millionen Visits. (red, derStandard.at, 3.9.2014)

  • "Bravo" kämpft mit einer sinkenden Auflage.
    foto: bauer media group/bravo

    "Bravo" kämpft mit einer sinkenden Auflage.

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