Die Geister, die der Krieg gebiert

3. September 2014, 17:36
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"Sinister"-Regisseur Scott Derrickson hat seinen jüngsten Film in "Erlöse uns von dem Bösen" in New York angesiedelt

Zum ersten Mal gesehen ward das Böse im Irak - von den drei US-Soldaten, die es in einer Wüstenhöhle erblickten. Ehe Nachtsichtgerät und Helmkamera ausfielen, wurde es nach New York geschleppt. Nun hat es sich in der South Bronx eingenistet, hinterlässt seine grausigen Spuren und treibt Unschuldige in den Wahnsinn.

Wo immer Sergeant Ralph Sarchie (Eric Bana) hinkommt, er ist zu spät. Immer stärker zeigt er sich von der unerklärlichen Mordserie gefesselt, immer schwächer leuchtet seine Taschenlampe im Dunkel der Keller und Hinterhöfe, immer öfter vernachlässigt er Frau und Kind. Unablässig ergießt sich schwarzer Regen aus dem Nachthimmel, bis ein nicht weniger einsamer Priester (Édgar Ramírez) ihn dem personifizierten Bösen den entscheidenden Schritt näherbringt.

Horrorfilmregisseur Scott Derrickson (Sinister) macht in Erlöse uns von dem Bösen / Deliver Us from Evil den Kriegsheimkehrer zum Wirten, der ein dämonisches Virus verbreitet. Da hilft nur der ultimative Exorzismus des Traumas, auf dass die Geister des Krieges wieder dorthin verschwinden, woher sie kamen. (pek, DER STANDARD, 4.9.2014)

  • Gefesselt von einer Mordserie: Eric Bana ermittelt im Horrorfilm "Erlöse uns von dem Bösen".
    foto: sony

    Gefesselt von einer Mordserie: Eric Bana ermittelt im Horrorfilm "Erlöse uns von dem Bösen".

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