EU-Kommission kündigt weitere Agrarhilfen an

3. September 2014, 13:16
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Zusätzliche 60 Millionen Euro aus bestehenden Förderprogrammen zur Linderung des Importverbots sind laut Ciolos möglich

Brüssel - Die EU-Kommission hat am Mittwoch weitere Agrarhilfen angesichts des russischen Importstopps für Lebensmittel aus der Europäischen Union angekündigt. So soll es zusätzliche 60 Mio. Euro für die Landwirtschaft der EU aus bestehenden Förderprogrammen geben, um die Auswirkungen des russischen Banns zu lindern.

EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos erklärte, mit den Förderprogrammen soll den Produzenten geholfen werden, neue Verkaufsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der EU zu erschließen. Insgesamt stünden damit 120 Mio. ab Anfang 2015 zur Verfügung. "Ich ermutige die landwirtschaftlichen Betriebe, diese Möglichkeiten zu ergreifen, ehrgeizige Förderprogramme in den kommenden Wochen zu präsentieren".

Bereits in den vergangenen Wochen hatte es Unterstützungen von 33 Mio. Euro für Pfirsiche und Nektarinen sowie weitere 125 Mio. Euro für verderbliche Früchte und Obst gegeben. Außerdem hatte die EU Not-Markthilfen für den europäischen Milchsektor in Aussicht gestellt. So werde es private Lagerhilfe für Butter, Milchpulver und bestimmte Käsesorten geben. Die EU-Kommission übernehme die Lagerkosten, um diese Produkte für drei bis sieben Monate vom Markt zu nehmen.

Kommenden Freitag findet ein Sonderrat der EU-Agrarminister in Brüssel statt. Dabei sollen einerseits die Auswirkungen des russischen Importstopps von Lebensmittel auf europäische Hersteller evaluiert werden, andererseits könnte es auch weitere Maßnahmen der EU gegen Moskau geben. Details lagen hier noch keine vor. (APA, 3.9.2014)

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