Kapitalbedarf von 51 Milliarden bei Banken

3. September 2014, 12:43
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Die Schätzung ergibt sich aus einer Befragung von 125 institutionellen Investoren

Frankfurt - Beim europaweiten Banken-Gesundheitscheck der EZB dürfte einer Umfrage zufolge zusätzlicher Kapitalbedarf von insgesamt 51 Milliarden Euro zutage treten. Die Schätzung ergibt sich aus einer Befragung von 125 institutionellen Investoren durch die Investmentbank Goldman Sachs. Bei neun der 130 abgefragten Banken wird ein Scheitern bei EZB-Check erwartet.

Weitere Kapitalspritzen seien bei Banken aus Österreich, Deutschland und Italien nötig, hieß es in dem am Dienstagabend von Goldman Sachs verbreiteten Dokument. Eine volle Liste der Institute war zunächst nicht verfügbar. Laut der Nachrichtenagentur Reuters wird ein weiteren Kapitalbedarf unter anderem bei der deutschen Commerzbank gesehen. Außerdem werden die italienische Monte dei Paschi, die portugiesische BCP sowie Piraus, Eurobank und Alpha Bank aus Griechenland genannt.

Die Umfrage zeigt ferner, dass die Glaubwürdigkeit des Checks gestiegen ist. Drei Viertel der befragten Investoren gehen davon aus, dass sich die Aktienkurse der Banken besser entwickeln werden als der Gesamtmarkt, nachdem die Resultate veröffentlicht wurden.

Die Europäische Zentralbank, die ab November die Aufsicht über die größten Banken der Eurozone übernimmt, prüft die Geldhäuser seit Monaten auf Herz und Nieren. Ab Mitte September will sie den Geldhäusern in sogenannten Aufsichtsgesprächen ("Supervisory Dialogue") erläutern, welchen Anpassungsbedarf sie bei ihnen im Rahmen des Tests sieht. (APA, 3.9.2014)

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