Regionalkommissar: Polin Bienkowska soll Hahn nachfolgen

3. September 2014, 12:08
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Bienkowska und auch Österreichs Kommissar Hahn treffen Juncker

Brüssel/Warschau - Die polnische Vizeregierungschefin Elzbieta Bienkowska ist als neue EU-Regionalkommissarin im Gespräch. Das berichtete der öffentliche Fernsehsender TVP am Mittwoch. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür bisher nicht. Wie die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete, sei es aber wahrscheinlich, dass Bienkowska den Bereich betreuen werde.

Bienkowska trifft am Mittwoch auf den neuen Chef der EU-Kommission, Jean Claude Juncker. Erst nach dem Gespräch soll feststehen, für welches Amt die stellvertretende Regierungschefin zuständig sein soll, wie die Sprecherin der polnischen Regierung, Malgorzata Kidawa-Blonska, erklärte. Die endgültige Zusammensetzung der EU-Kommission soll in der nächsten Woche vorgestellt sein. Sie muss dann noch von den EU-Staats- und Regierungschefs genehmigt werden.

Bienkowska koordiniert und beaufsichtigt seit sieben Jahren in der Regierung von Premier Donald Tusk die Verteilung von EU-Geldern. Bei der Regierungsumbildung im November 2013 rückte sie zur Stellvertreterin von Tusk auf und wurde erst kürzlich als künftige Kandidatin für den Premierposten gehandelt, nachdem Tusk bei dem Sondergipfel am Samstag in Brüssel zum neuen EU-Ratspräsidenten ernannt wurde.

Die polnische Kandidatin für die EU-Kommission absolvierte das Studium der Persischen Philologie an der Jagiellonen-Universität und die Nationale Schule für öffentliche Verwaltung. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder. Die Ministerin ist parteilos. Nach den Wahlen 2011 zog sie für die rechtsliberale Regierungspartei PO (Bürgerplattform) ins Parlament ein. Sie betont aber immer, dass sie keine Politikerin, sondern Staatsbeamtin ist.

Auch der österreichische Kommissar Johannes Hahn (ÖVP) - er war bisher für Regionalpolitik zuständig - trifft am heutigen Mittwoch mit Juncker zusammen. Aller Voraussicht bleibt er nicht Regionalkommissar, sondern könnte ein wirtschaftsorientiertes Ressort wie etwa Verkehr bekommen, hieß es zuletzt in EU-Kreisen in Brüssel. (APA, 3.9.2014)

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