Löhne und Gehälter steigen 2015 konstant

3. September 2014, 10:47
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Laut aktuellem „Global Salary Increase Survey 2014-2015“ von Aon Hewitt werden die Gehaltssteigerungen in Österreich im Schnitt rund drei Prozent ausmachen

Jährlich wird von Aon Hewitt eine Gehaltsstudie in über 120 Ländern durchgeführt. Für Österreich haben sich dieses Jahr 147 Unternehmen an der Studie beteiligt. „Die Arbeitnehmer profitieren von den positiven Wirtschaftsaussichten“, fasst Gregor Lötsch, Vergütungsberater bei Aon Hewitt in Österreich, die Studienergebnisse zusammen und Löhne und Gehälter werden 2015 konstant steigen.

Auch wenn aktuell noch wenig darauf hindeutet, erwarten Ökonomen für 2015, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Österreich sogar um 1,8 Prozent anziehen werde, so Lötsch weiter. Da derzeit jedoch mit einer Inflationsrate von 2,1 Prozent gerechnet wird, ergibt sich in den meisten Branchen eine Reallohnerhöhung von durchschnittlich 0,9 Prozent. Spitzenreiter bei den Branchen sind Automobilhersteller und –zulieferer mit durchschnittlich 3,6 Prozent Gehaltssteigerungen im aktuellen Jahr (3,7 Prozent als Prognose für 2015). Im nächsten Jahr liegt dann die pharmazeutische Industrie mit 3,5 Prozent ebenfalls über dem österreichischen Schnitt. Ein Trend nach Unternehmensgröße ist nicht erkennbar.

Die österreichische Wirtschaft ist weiterhin auf Wachstumskurs, auch wenn aktuelle Krisen das Geschäftsklima trüben. Davon profitieren die Arbeitnehmer. Denn die Unternehmen beurteilen ihre Lage positiv und sind weiterhin bereit, Löhne und Gehälter zu erhöhen. Nur eine verschwindende Anzahl von 0,8 Prozent der Unternehmen haben angegeben, eine Nullrunde einzulegen.

Die Leistung steigt und das lohnt sich

Die Leistung eines Mitarbeiters spielt eine entscheidende Rolle bei der Höhe der Entlohnung. 37,1 Prozent der Mitarbeiter überschreiten die erwarteten Leistungen (Vorjahr: 29,4 Prozent) und werden hierfür mit 3.5 Prozent Lohnsteigerung belohnt. Der größte Teil (58 Prozent) der Mitarbeiter erfüllt die gesetzten Ziele und kann mit einer Steigerung der Vergütung von 2,4 Prozent rechnen. 10,4 Prozent haben ihre Ziele nicht erreicht, was zu einer nur sehr geringen Gehaltserhöhung von durchschnittlich 0,5 Prozent führt. Gemessen wird an der tatsächlichen oder künftig erwarteten Performance. Dabei ist immer weniger entscheidend, ob es sich bei den Mitarbeitern um Mitglieder des Top-Managements, mittleren Managements, der Administrative oder der Produktion handelt.

„Wenn die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter steigt, wirkt sich das nachweislich positiv auf den Geschäftserfolg aus. Leistungsorientierte Vergütung ist nur einer der Steuerungshebel für das Engagement der Mitarbeiter. Unternehmen sind zudem gefordert, im Arbeitsumfeld Anerkennung und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.“ fasst Bernhard Stieger, Geschäftsführer von Aon Hewitt Österreich, zusammen.

Unternehmen kennen Ihre Spitzenleister

91 Prozent der Unternehmen können ihre Top-Performer identifizieren, 10 Prozent halten ein besonderes Budget für Leistungszulagen bereit. 7,9 Prozent der österreichischen Arbeitnehmer zählen zu den Top-Performern. Diese können mit einer Steigerung ihres Verdienstes um durchschnittlich 3,9 Prozent rechnen. (red, derStandard.at 3.9.2014)

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