Blatter sagt Russland Unterstützung zu

2. September 2014, 18:52
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FIFA-Präsident erteilt Forderungen nach Boykott der Endrunde 2018 klare Absage

Kitzbühel - FIFA-Präsident Joseph Blatter hat sich angesichts der Geschehnisse in der Ukraine eindeutig gegen einen Boykott der Fußball-WM 2018 ausgesprochen und Gastgeber Russland seine Unterstützung zugesagt.

"Ein Boykott irgendeines Sportereignisses hat noch nie etwas gebracht", sagte der 78-jährige Schweizer im "Camp Beckenbauer" in Kitzbühel: "Wir sind im Moment in der Situation, in der wir den Organisatoren der WM 2018 und 2022 (in Katar, Red.) unser Vertrauen aussprechen."

Für die Ausrichtung der Endrunde in vier Jahren "gibt es für mich keine Fragen", so Blatter. Auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sagte mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele vor 34 Jahren in Moskau: "Der Boykott von 1980 hat nichts gebracht. Es hat nur den Sportlern geschadet."

Damals sei "man der Meinung gewesen, dass der Sport Druck auf die Politik ausüben könne", sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes. "Man muss auch die Grenzen des Sports anerkennen", so Niersbach weiter. Der Sport werde im Zuge der Ukraine-Krise mit "Problemen konfrontiert, die er alleine nicht lösen kann".

Katar? Pomali, pomali...

Was eine mögliche Verlegung der FWM 2022 in die Wintermonate wird es laut Blatter es keinen Alleingang der FIFA geben. "Wir machen keine Schnellschüsse. Die Konsultationen gehen weiter. Wir hören uns alle Bedenken an, dann sehen wir weiter", betonte er.

Am 8. September werde es zu einer großen Sitzung mit Vertretern der Spielergewerkschaft FIFPro, der europäischen Klub-Vereinigung, der Kontinentalverbände und der Ligen kommen. "Dann werden wir darüber diskutieren, was die beste Lösung ist. Wenn man im Sommer nicht spielen kann, muss man im Winter spielen", ergänzte Blatter.(sid/red - 2.9. 2014)

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