Reporter ohne Grenzen kritisiert Gewalt gegen Journalisten in Pakistan

2. September 2014, 18:02
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Weltweit unter gefährlichsten Ländern für Reporter

Berlin - Im Zuge der politischen Krise in Pakistan häufen sich in dem Land Feindseligkeiten gegen Journalisten. Darauf hat die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) am Dienstag aufmerksam gemacht. "Zuletzt haben regierungskritische Demonstranten den Sitz des Staatsfernsehens PTV gestürmt und den Sendebetrieb zeitweise unterbrochen", berichtete ein ROG-Sprecher in Berlin.

"Studios des privaten Fernsehsenders Geo TV werden seit Wochen von Anhängern des Oppositionspolitikers Imran Khan belagert. In der Provinzhauptstadt Quetta erschossen Unbekannte unterdessen drei Mitarbeiter einer Nachrichtenagentur."

"Inakzeptabler Versuch der Zensur"

Die Organisation mahnte, Journalisten und Medien dürften nicht in die politische Krise in Pakistan hineingezogen werden. "Die aktuelle Welle von Angriffen und Einschüchterungsversuchen ist ein völlig inakzeptabler Versuch der Zensur", sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

Pakistan steht auf Platz 158 von 180 Ländern in der ROG-Rangliste der Pressefreiheit. 2013 wurden dort mindestens sieben Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet. Damit gehört das Land zu den gefährlichsten Orten weltweit für Journalisten. (APA, 2.9.2014)

  • In Pakistan häufen sich in dem Land Feindseligkeiten gegen Journalisten, etwa als regierungskritische Demonstranten den Staatssender stürmen
    foto: reuters / zohra bensemra

    In Pakistan häufen sich in dem Land Feindseligkeiten gegen Journalisten, etwa als regierungskritische Demonstranten den Staatssender stürmen

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