Meizu präsentiert neues Android-Flaggschiff MX4

3. September 2014, 09:08
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Aufgewertete Kamera, Flyme 4.0, Wechsel zu Mediatek-Chip, international verfügbar

Der chinesische Hersteller Meizu, langjähriger Konkurrent von Xiaomi und Oppo, hat in Peking die vierte Ausgabe seines Flaggschiffs, das Meizu MX4, vorgestellt. Dabei lag der Fokus vor allem auf der aufgewerteten Kamera, gleichzeitig überraschte man mit einer Entscheidung in anderen Hardware-Belangen.

Mit dem ersten MX-Smartphone löste das Unternehmen – noch bevor der fleißig expandierende Rivale Xiaomi den Markt betrat – einen Hype am chinesischen Markt aus, zählte das Telefon doch immerhin zu den ersten erschwinglichen Highend-Geräten. Auch wenn man mit dem Erfolg von Xiaomi nicht mithalten konnte, fanden die Smartphone-Reihe seitdem stets zahlreiche Abnehmer. Mittlerweile hat auch Meizu begonnen zu expandieren, das MX3 ist beispielsweise in Frankreich erhältlich.

MT6595 mit "Core Pilot"

Beim MX4 setzt man nun nicht mehr, wie bislang üblich, auf Samsungs Exynos-Plattform. Einigermaßen überraschend läuft das Smartphone mit Mediateks neuem MT6595-Chip, allerdings in einer für den Hersteller angepassten Variante. Sie läuft mit vier A17-Kernen (2,2 GHz) und vier A7-Kernen (1,7 GHz), die per "Core Pilot" sowohl getrennt als auch gleichzeitig genutzt werden können. Zwei GB Arbeitsspeicher des Typs LPDDR3 sind verbaut.

5,36-Zoll-Display

Der interne Speicher beträgt je nach Modell 16, 32 oder 64 GB, einen microSD-Slot gibt es nicht. Das von Sharp hergestellte Display fasst eine Diagonale von 5,36 Zoll bei einer Auflösung von 1.920 x 1.152 Pixel. Der Vorgänger hatte ein 5,1-Zoll-Panel geboten. Versprochen wird eine Kontrastrate von 1.100:1 bei einer maximalen Leichtstärke von 500cd/qm.

Beide LTE-Standards unterstützt

Das Gerät unterstützt sowohl den westlichen FDD-LTE-Standard, als auch den vor allem im asiatisch-pazifischen Raum verbreiteten TD-LTE-Standard. 13 Frequenzbänder werden unterstützt, auch in Europa soll die LTE-Nutzung möglich sein. Ebenso werden die unterschiedlichen 3G-Standards WCDMA und TD-SCDMA verstanden. Ebenfalls an Bord: Dualband-WLAN nach 802.11ac-Draft und Bluetooth 4.0. Für Navigationszweck beherrscht der Chip GPS, GLONASS, QZSS und BDS.

Sony-Kameras

Die Kamera ist mit üppigen 20 Megapixel dimensioniert und verfügt über deinen Dual-LED-Blitz. Meizu setzt auf Sonys IMX220RS-Sensor, dessen Linse aus fünf Elementen nebst "Blue Glass"-Infrarotfilter besteht. Bildstabilisierung, Rauschunterdrückung und ISO-Sensitivität bis 1.600 bei einer F2.2-Apertur sollen ansprechende Fotos unter schlechten Lichtbedingungen ermöglichen.

Der Autofokus soll binnen 0,3 Sekunden bereit sein, im Burstmodus lassen sich bis zu 25 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Videos können in Auflösung von bis zu 4K aufgenommen werden, Slow-Motion ist mit 720p-Auflösung möglich. Die Frontkamera, ebenfalls von Sony, knipst mit zwei Megapixel (F2.0).

Flyme 4.0

Der Akku des Geräts liefert 3.100 mAh. Die Maße werden mit 144 x 75,2 x 8,9 Millimeter angegeben, das Gewicht beträgt 147 Gramm. Verbaut ist die Hardware in ein Gehäuse aus einer Metall-Legierung und steht in den Farben Grau, Weiß und Gold zur Verfügung. Als System ist Android 4.4.4 in Meizus Eigenkomposition Flyme 4.0 vorinstalliert, die zahlreiche Sprachen unterstützt.

Vorbestellung gestartet

Die Vorbestellung hat Meizu bereits geöffnet – nicht nur in China, sondern über den englischsprachigen Webshop auch international. Geöffnet ist sie für die erste Charge bis zum 9. September, die Auslieferungen sollen um den 20. September herum starten.

Der internationale Preis wurde noch nicht verraten. Er dürfte etwas höher liegen als jener für chinesische Käufer. Diese zahlen laut Gizchina je nach Speicherkapazität zwischen 1.799 Yuan (derzeit rund 223 Euro) und 2399 Yuan (rund 297 Euro). Eine stärkere Ausgabe des Telefons soll gerüchteweise als MX4 Pro im November veröffentlicht werden. (Georg Pichler, derStandard.at, 3.9.2014)

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