Ölkatastrophe: Halliburton zahlt über eine Milliarde

2. September 2014, 16:35
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Halliburton lieferte Zement für Bohrloch - Geld soll nun an Fischer und andere Betroffene gehen

New York - Mehr als vier Jahre nach der Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko zahlt das US-Unternehmen Halliburton 1,1 Milliarden Dollar an Opfer der Katastrophe. Die umgerechnet 838 Millionen Euro würden an die Fischer am Golf von Mexiko und andere Betroffene ausgezahlt, teilte Halliburton am Dienstag mit.

Halliburton entgeht mit der Zahlung einem per Sammelklage angestrengten Prozess. Die "Deepwater Horizon" war im April 2010 explodiert. Elf Menschen kamen ums Leben, in den folgenden drei Monaten liefen 4,9 Millionen Barrel Öl ins Meer. 87 Tage dauerte es, bis der Betreiber BP das Leck schließen konnte. Die Küsten von fünf US-Bundesstaaten wurden verseucht, der Fischfang und der Tourismus an der Golfküste schwer geschädigt.

Halliburton war als Zulieferer an der Mischung des Zements für den Deckel des Bohrlochs beteiligt, aus dem das Öl ins Meer schoss. Nach der Katastrophe erstellte der Konzern im Rahmen von internen Untersuchungen Computersimulationen zu dem Deckel, der später explodierte. (APA, 2.9.2014)

  • 2010 flossen nach einem Unfall einer Ölförder-Plattform von BP Unmengen an Öl in den Golf von Mexiko. Halliburton lieferte den Zement für den Deckel des Bohrlochs und zahlt jetzt Entschädigung.
    foto: apa/pearson

    2010 flossen nach einem Unfall einer Ölförder-Plattform von BP Unmengen an Öl in den Golf von Mexiko. Halliburton lieferte den Zement für den Deckel des Bohrlochs und zahlt jetzt Entschädigung.

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