Al-Nusra-Front fordert Streichung von Terrorliste

2. September 2014, 14:20
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Al-Nusra stellt erstmals Bedingungen für die Freilassung von 44 Blauhelmen - Auch Entschädigung für den Tod von drei Kämpfern gefordert

Damaskus/New York - Die islamistische Al-Nusra-Front fordert für die Freilassung dutzender gefangengenommener UNO-Blauhelmsoldaten die Streichung von der UN-Liste der Terror-Organisationen. Mit der Listung ist eine Reihe von Sanktionen verbunden.

Zudem verlange die mit der Al-Kaida verbündete Gruppe Entschädigung für den Tod von drei Kämpfern bei Gefechten mit den UNO-Soldaten und humanitäre Hilfe für eine syrische Kleinstadt, teilte am Dienstag Mosese Tikoitoga, der Armeechef von Fidschi mit.

Von dem Inselstaat stammen die 44 Soldaten der Schutztruppe UNDOF, die vergangene Woche von den Islamisten entführt wurden. Die UNO habe zugesichert, alles für eine sichere Rückkehr der Blauhelme zu unternehmen, sagte Tikoitoga vor Journalisten in Fidschis Hauptstadt Suva. Die Islamisten hätten ihrerseits beteuert, die Soldaten seien in Sicherheit.

Seit 40 Jahren überwacht UNDOF die Grenze zwischen Syrien und Israel an den Golanhöhen. In der Region tobt inzwischen der syrische Bürgerkrieg: Der oppositionellen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge lieferte sich die Nusra-Front Gefechte mit Regierungstruppen nahe dem Grenzübergang Qunaitra und dem Dorf Al-Hamiydiah. Im Zuge der Kämpfe waren die Soldaten aus Fidschi verschleppt worden. Eine andere Gruppe, bestehend aus philippinischen Blauhelmen, konnte einer Belagerung entkommen. (APA, 2.9.2014)

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