Niederländische Paywall: "Blendle" knackt die 100.000-User-Marke

3. September 2014, 13:24
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Plattform bündelt 56 Medien hinter einer Bezahlschranke - Leser zahlen zwischen zehn und 80 Cent pro Artikel

Wien - 100.000 User in nur wenigen Wochen: So fällt die Bilanz des niederländischen Start-Ups "Blendle" nach den ersten vier Monaten aus. Die Plattform vermarktet ihre Dienste als "iTunes des Journalismus" - nur: Statt Musik werden Nachrichten geboten. Versteckt hinter einer Paywall befinden sich bei "Blendle" die wichtigsten niederländischen Zeitungen und Magazine.

Verfügbar sind derzeit Inhalte von 56 Titeln, wie Alexander Klöpping, Mitgründer von "Blendle", auf Anfrage von derStandard.at mitteilt. Nur einer davon ist ein reines Webmagazin, der Rest sind kostenpflichtige Printmedien oder ihre Online-Pendants. Neben den niederländischen Publikationen finden sich noch drei belgische Medien und der englische "The Economist" im digitalen Kiosk.

Ein Fünftel zahlt weiter

Pro Artikel fallen je nach Medium Kosten zwischen 10 und 80 Cent an. Entspricht ein Inhalt nicht den Erwartungen, können User die Zahlung rückgängig machen. Jene, die sich bei "Blendle" registrieren, erhalten ein Startguthaben von 2,50 Euro, mit dem sie Artikel konsumieren können. Von den 100.000 registrierten Usern sind bis dato 20.000 Accounts aktiv geblieben, sie nutzen das Angebot weiter, erklärt Klöpping.

Neben dem Achtungserfolg der "nationalen Paywall" von "Blendle" sorgt in den Niederlanden noch ein anderes Projekt für Aufsehen. Das digitale Magazin "De Correspondent" wurde 2013 über Crowdfunding finanziert. Am Ende landeten 1,3 Millionen Euro auf dem Konto der Initiatoren. Mittlerweile zählt das Magazin bereits rund 30.000 Abonnenten. Ein Jahresabo kostet 60 Euro. (omark, derStandard.at, 3.9.2014)

  • "Blendle" kommt aus den Niederlanden.
    foto: blendle

    "Blendle" kommt aus den Niederlanden.

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