Barclays läutet Rückzug aus Spanien ein

1. September 2014, 11:52
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Caixabank aus Barcelona übernimmt mehrere Sparten der Briten, weitere Verkäufe in Europa könnten folgen

London/Madrid - Die britische Großbank Barclays läutet den Verkauf ihrer ausländischen Filialaktivitäten ein. Für 800 Mio. Euro geht das Privat- und Firmenkundengeschäft sowie die Vermögensverwaltung in Spanien an die Caixabank aus Barcelona, das drittgrößte Geldhaus des Landes.

Wie beide Unternehmen mitteilten, soll die Transaktion bis zum Jahresende unter Dach und Fach gebracht werden. Das Investmentbanking und Kreditkartengeschäft in Spanien verbleiben bei Barclays.

Die Briten befinden sich gerade mitten im Umbau. Dabei werden in den nächsten Jahren Tausende Stellen gestrichen und Auslandstöchter abgestoßen. Der Fokus soll künftig neben dem Heimatmarkt auf Afrika sowie Kreditkarten und dem Investmentbanking in Großbritannien und den USA liegen. Die Privatkundenaktivitäten in Spanien, Italien, Frankreich und Portugal hatte das Institut bereits in eine sogenannte Bad Bank ausgelagert, um sie besser verkaufen beziehungsweise separat an die Börse bringen zu können.

Die Caixabank wächst durch den Deal um 270 Filialen und 550.000 Kunden. Barclays war nach der Jahrtausendwende in Spanien rasch expandiert. Die jahrelange Rezession nach der geplatzten Immobilienpreisblase brachte aber Verluste und führte zu einem Sparkurs. Der Rückzug aus Spanien brockt Barclays nun einen Nettoverlust von rund 500 Mio. Pfund (633 Mio. Euro) ein. 400 Mio. Pfund davon werden im laufenden dritten Quartal verbucht, der Rest später. (APA/Reuters, 1.9.2014)

  • Die britische Großbank befindet sich derzeit in einer Umbauphase.
    foto: ap/kirsty wigglesworth

    Die britische Großbank befindet sich derzeit in einer Umbauphase.

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