Bibliotheken fordern mehr Geld

1. September 2014, 11:36
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"Weimarer Appell" von Prominenten wie Karl Lagerfeld und Helmut Schmidt unterzeichnet

Weimar - Große Bibliotheken und Archive in Deutschland haben in einem "Weimarer Appell" mehr Geld für den Erhalt alter Dokumente und Bücher gefordert. Modedesigner Karl Lagerfeld, Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt und Verlegerin Friede Springer unterstützen die Erklärung und setzten ihre Unterschrift darunter.

Originale der kulturellen und wissenschaftlichen Überlieferung müssten genauso gesichert werden wie Baudenkmäler, heißt es in dem am Samstag veröffentlichten Aufruf. "Die Initiative sollte unserer Meinung nach vom Bund ausgehen", sagte der Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar, Michael Knoche, der Nachrichtenagentur dpa. Die Kulturhoheit liege zwar bei den Bundesländern, diese seien aber finanziell überfordert. Alle Bücher, die bis zum Jahr 1850 erschienen seien, müssten erhalten bleiben. Bei jüngeren, mehrfach vorhandenen Büchern müssten sich Bibliotheken absprechen, wer ein Exemplar konserviere. (APA, 1.9.2014)

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