"Steht auf, tut etwas": Großdemo gegen Überwachung

    Ansichtssache31. August 2014, 14:52
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    Mehrere tausend Teilnehmer protestierten am Samstag in Berlin gegen Spionage

    RFreiheit statt Angst, Aufstehen statt Aufsitzen: Diese zwei Mottos prägten eine Großdemonstration gegen Überwachung, die am Samstagnachmittag in Berlin stattfand. Mit dem "Aufstehen statt Aufsitzen", so der heurige Slogan, spielen die Veranstalter konkret auf ausbleibende Reaktionen zum NSA-Skandal an.

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    Rund 6.500 Menschen protestierten, auch gegen die deutsche Kanzlerin Angela Merkel

    Wie im vergangenen Jahr wurde auf der Demo auch heuer der NSA-Whistleblower Edward Snowden, dessen Asyl in Russland verlängert wurde, gefeiert.

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    Zahlreiche Demonstranten forderten Asyl für Snowden, der unter anderem die Überwachung der deutschen Kanzlerin durch die NSA aufgedeckt hatte. Deren ausbleibende Reaktion auf den Skandal erschütterte die Teilnehmer der Demo.

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    Wenngleich viele eine Überwachung der Spitzenpolitiker immer noch besser als die Ausspionierung gewöhnlicher Bürger fanden.

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    Der Aktivist Jacob Appelbaum rief dazu auf, Geheimdienste zu unterwandern und Dokumente aus dem Bundesnachrichtendienst an die Öffenlichkeit zu bringen. Auch Rolf Gössner von der Liga für Menschenrechte forderte einen "Snowden im BND", wie heise berichtet.

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    Appelbaum sprach weiter davon, dass "Anonymität und das Postgeheimnis" vor allem im Netz verteidigt werden müssten. Zuvor hatte die Digitale Gesellschaft "Demotipps für den Umgang mit Smartphones" veröffentlicht - die Aktivisten befürchteten, dass Sicherheitsbehörden teilnehmer orten und vermerken.

    Laut Angaben der Veranstalter sollen 6.500 Menschen an der Demonstration teilgenommen haben. (fsc, derStandard.at, 31.8.2014)

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