BWB geht höheren Handy-Tarifen nach - T-Mobile: Nicht wegen Fusionen

29. August 2014, 18:06
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Untersuchung der ganzen Branche nach vermuteten Preiserhöhungen nach "3"/Orange-Fusion

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) ortet nach der Fusion der Mobilfunkanbieter "3" und Orange einen deutlichen Anstieg bei Tarifen und Gebühren. Die Behörde hat deshalb eine Untersuchung der ganzen Branche eingeleitet. T-Mobile hat am Freitag den Vorwurf einer generellen Preiserhöhung zurückgewiesen, vor allem auch einen Zusammenhang mit der Fusion der Mitbewerber.

Bei T-Mobile hieß es am Freitag zur APA, man habe bei Telering im späten Frühjahr angehoben, auch jetzt laufe eine Tariferhöhung. Betroffen seien dabei niedrigsten Tarifgruppen, in Summe gehe es um 5 Prozent der Kunden. Im Schnitt erhöhten sich die Tarife um 2 Prozent. Die Meldung an den Telekom-Regulator sei mit 1. August erfolgt, die Kunden hätten vor einer Woche Post erhalten.

Geschäftliche Entscheidungen

Es sei unbestritten, dass einzelne Tarife irgendwo und bei irgendwem immer wieder steigen würden, so ein T-Mobile-Sprecher. Vehement bestritten wird aber die von der Wettbewerbsbehörde unterstellte Ursache.

Die Preise beruhten auf der Kostenentwicklung und auf eigenen geschäftlichen Entscheidungen, erklärte T-Mobile in einer Aussendung. Ins Gewicht fielen da Netzinvestitionen, Entwicklung von Software, Mietkosten für Mobilfunkstationen, Büros und Shops, Service und Personalkosten, aber auch die Belastungen infolge der "teuersten Frequenzentgelte in der gesamten EU". Im übrigen seien die Gebührenumsätze rückläufig, auch heuer im ersten Halbjahr, was vom Unternehmen als deutlicher Beleg für anhaltend starken Wettbewerb am heimischen Markt gewertet wird.

Die T-Mobile-Gruppe bestätigte, dass von der Wettbewerbsbehörde Auskünfte angefordert wurden. "Selbstverständlich wird T-Mobile Austria mit der Behörde in vollem Umfang kooperieren." (APA, 29.8. 2014)

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