Salzburg will den Frust bewältigen

29. August 2014, 15:12
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Hütter setzt nach Aus in der Champions League auf Rotation: "Müssen die Köpfe freibekommen" - Sturm will an 2:1-Sieg im April anschließen

Fußball-Meister Red Bull Salzburg will die neuerlich verpasste Qualifikation für die Champions League so schnell wie möglich beiseiteschieben. Am Samstag (16.30 Uhr) will der Tabellenführer in der Liga zu Hause gegen Sturm Graz "Frustbewältigung" betreiben. Trainer Adi Hütter kündigte nach der 0:3-Niederlage in Malmö einige Umstellungen an.

"Es gibt Spieler, die nach so einem Spiel eine Pause brauchen", erklärte Hütter. "Wir werden daher auch in diesem Spiel rotieren." Kandidaten für einen Platz in der Startformation sind die ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer und Valentino Lazaro. Kein Thema für einen Platz im Kader ist bis zur Länderspielpause Flügelspieler Sadio Mane. Der Senegalese absolviert als Disziplinarmaßnahme Individualtraining.

Hütter richtete den Fokus nach dem Aus in Malmö am Freitag bereits wieder auf Sturm. "Im Sport geht es relativ schnell weiter. Wenn man am Boden liegt, muss man schnell aufstehen. Wir müssen die Köpfe freibekommen, damit wir gegen Sturm unsere Leistung bringen", sagte der Cheftrainer. "Es könnte auch sein, dass wir Frustbewältigung erzielen."

Die Salzburger sind mit sechs Siegen und einem Torverhältnis von 29:1 fulminant in die Liga gestartet. In zwei Wochen kommt es zum Spitzenduell beim bisher ebenfalls makellosen WAC. 29 Tore hat in der Bundesliga-Geschichte in den ersten sechs Partien bisher kein Team erzielt, weniger als eines kassiert nur der FC Tirol in der Saison 2001/02.

Den einzigen Gegentreffer in der Liga musste der Titelverteidiger beim 6:1 zum Auftakt gegen Rapid hinnehmen. Auch Sturm ist ein gerne gesehener Gast. Ihren ersten Sieg der Red-Bull-Ära in Salzburg fuhren die Grazer erst im April ein, als die Bullen bereits als Meister feststanden (2:1). "Daran wollen wir anschließen", erklärte Sturm-Trainer Darko Milanic. Davor hatte es in Salzburg in 17 Antritten 15 Niederlagen gesetzt.

"Wir werden nur eine Chance haben, wenn wir effizient sind", sagte Milanic, der nach dem CL-Aus nicht mit einem Leistungsabfall beim Tabellenführer rechnet. "Salzburg hatte so viele Erfolgserlebnisse im letzten Jahr und hat genügend physische und psychische Kraft und Qualität, um voll da zu sein."

Milanic hat sein Team gezielt auf den Gegner vorbereitet. Malmö diene nur in puncto Mut und Disziplin als Vorbild. "Besonders in den Zweikämpfen müssen wir präsent sein. Eine 0:3-Niederlage ist für Salzburg nicht alltäglich. Ein gewisser Schock könnte da sein", meinte Mittelfeldspieler Daniel Offenbacher. "Die wenigen Chancen, die wir bekommen werden, müssen wir effizient nützen."

Auswärts hat Sturm bisher erst einen Punkt geholt, ist zudem drei Spiele sieglos. Helfen soll Neuzugang Thorsten Schick, der erstmals von Beginn an spielen wird. Zudem steht der Japaner Taisuke Akiyoshi erstmals im Kader. Die Innenverteidiger Lukas Spendlhofer und Michael Madl mussten unter der Woche jeweils mit dem Training aussetzen, dürften aber beide spielen können. (APA, 29.8.2014)

Red Bull Salzburg - SK Sturm Graz (Samstag, 16.30 Uhr, Wals-Siezenheim, Red Bull Arena, SR Hameter). Saisonergebnisse 2013/14: 1:1 (a), 1:0 (h), 4:1 (a), 1:2 (h)

Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Ramalho, Hinteregger, Ankersen - Lazaro, Ilsanker, Keita, Bruno - Soriano, Sabitzer

Ersatz: Walke - Carleta-Car, Schmitz, Ch. Leitgeb, Kampl, Alan, Quaschner

Es fehlen: Mane (nicht im Kader), Ulmer (Bänderrisse in der Schulter), Schiemer (Muskelverletzung im Adduktorenbereich), Rodnei (Leistenprobleme), Vorsah (Knieverletzung), V. Berisha (Kreuzbandriss), Sörensen (Sprunggelenksverletzung)

Sturm: Gratzei - Todorovski, Spendlhofer, Madl, Klem - Hadzic, Offenbacher - Schick, M. Stankovic, Beichler - Djuricin

Ersatz: Pliquett - Barbaric, Ehrenreich, Piesinger, Schmerböck, Akiyoshi, Schloffer, Gruber

Es fehlen: Scharifi (nach Kreuzbandriss), Pfingstner (Knochenödem), J. Tadic (Bauchmuskelzerrung), Bevab, Rosenberger (beide muskuläre Probleme)

  • Adi Hütter muss seine Mannschaft wieder aufrichten.
    foto: apa/gindl

    Adi Hütter muss seine Mannschaft wieder aufrichten.

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