Letztes Crew-Mitglied der "Hindenburg"-gestorben

29. August 2014, 13:37
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Werner Franz war 1937 Kabinenjunge, als das Luftschiff in Lakehurst abstürzte

Frankfurt am Main - Der Deutsche Werner Franz, das letzte Crew-Mitglied der "Hindenburg"-Katastrophe vom 6. Mai 1937, ist im Alter von 92 Jahren in Frankfurt gestorben. "Sein Herz war schwach", sagte seine Witwe Annerose. Franz starb bereits am 13. August 2014, wie die "Bild"-Zeitung nun berichtete.

Der Frankfurter war 14 Jahre alt, als er am 6. Mai 1937 im Luftschiff LZ 129 "Hindenburg" seinen Dienst als Kabinenjunge tat. Die "Hindenburg" war in Frankfurt am Main zu ihrem Flug in die USA gestartet. Doch das zu diesem Zeitpunkt modernste Luftschiff sollte sein Ziel auf fatale Weise erreichen: Kurz vor der Landung in Lakehurst, New Jersey, entzündete sich die Wasserstofffüllung des Luftschiffs und führte zu dessen Absturz.

smithsonian channel
Werner Franz in einem Interview auf dem Smithsonian Channel.

Werner Franz konnte aus dem brennenden Luftschiff springen und überlebte. Denn er rannte, wie er später erzählte, in die richtige Richtung - während im US-Radio ein Moderator live von dem Unglück berichtete. 13 der 36 Passagiere, 22 der 61 Mann zählenden technischen Besatzung und eine Person aus dem Bodenpersonal fanden an diesem Abend den Tod. Der Hörfunk-Kommentar zum katastrophalen Ende des prestigeträchtigen Flugs ging ebenso in die Geschichte ein wie die Bilder vom brennenden Luftschiff.

Das medial umfassend dokumentierte Drama sollte vorerst einen Jahrzehnte lang währenden Schlussstrich unter die 1900 begonnene Geschichte der im deutschen Friedrichshafen gebauten Luftschiffe ziehen. Als plausibelste Erklärung für eines der auch kulturgeschichtlich relevantesten technischen Unglücke der Luftfahrt gilt die leicht entflammbare Außenhaut der in fünf Jahren Bauzeit entstandenen LZ 129 - in Kombination mit statischer Elektrizität. (APA/red, derStandard.at, 29. 8. 2014)

  • Das Ende der "Hindenburg": Ein Bild, das um die Welt ging und sich tief im kollektiven Gedächtnis verankerte.
    foto: apa/dpa

    Das Ende der "Hindenburg": Ein Bild, das um die Welt ging und sich tief im kollektiven Gedächtnis verankerte.

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