Versteckte Fette: Die meisten werden unbewusst gegessen

28. August 2014, 16:07
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"Konsument" nahm vermeintlich gesunde Lebensmittel unter die Lupe - Jausenweckerl und Gemüsegerichte fetter als Burger

Wien - Dass Frittiertes und Paniertes Fett enthalten, ist offensichtlich. Vermeintlich gesundes Essen hat es aber ebenfalls in sich. Gut zwei Drittel der menschlichen Tagesration an Fett werden durch versteckte Fette aufgenommen, berichtet das Verbraucherschutzmagazin "Konsument". Die Tester wollten wissen, ob als gesund propagierte Lebensmittel daran schuld sein könnten.

Vermeintlich Gesundes

Die Tester gingen in den Supermarkt und suchten 31 vermeintlich gesunde Produkte heraus, die anschließend im Labor untersucht wurden. Fazit: Wer beim Essen Fett einsparen möchte, sollte sich laut den Konsumentenschützern die Nährwertangaben auf der Lebensmittelverpackung genau ansehen. Denn Produkte, die gerne als gesund beworben werden, wie etwa Müsliriegel, Jausenweckerl und Fertiggerichte mit viel Gemüse, haben oft mehr Fettgehalt als der Hamburger von McDonald's.

So hatten die vermeintlich gesunden Bananenchips von Spar einen Fettanteil von satten 32 Prozent. Auch die "leichte" Schokolade Yogurette, mit der wegen ihrer Magermilchjoghurt-Erdbeer-Creme geworben wird, brachte es auf einen Fettanteil von 34 Prozent. Zum Vergleich: Die klassische Milka-Alpenmilchschokolade enthält 30 Prozent Fett. Activia crunchy von Danone, laut Bezeichnung ein Joghurt mit 15 Prozent Erdbeerzubereitung und zwölf Prozent Schokoladen-Müsli mit 3,5 Prozent Fett im Milchanteil, enthält fünf Prozent Fett pro 100 Gramm. Das klingt vielleicht nach wenig, aber dennoch ist es doppelt so viel wie in einem herkömmlichen Fruchtjoghurt.

Fetter "Herzsnack"

Interessant die Inhaltsstoffe des als "Herzsnack" bezeichnete Weckerl der Bäckerei Mann. Ausgerechnet diese Jause hat die meisten gesättigten Fettsäuren, nämlich 19,3 Gramm pro Weckerl. Der Fettanteil lag bei insgesamt 15 Prozent.

Die Lebensmittel im Test enthielten bis zu 35 Gramm pro Portion. "Isst also eine erwachsene, normalgewichtige Frau den 'Marokkanischen Salat' von Ströck oder den 'Good Choice Salatcup Schinken & Käse' von Hofer, hat sie in Sachen Fett gleich einmal 50 Prozent ihres Richtwerts für die tägliche Zufuhr intus", kritisierten die Tester. Etwas weniger, nämlich rund ein Drittel des pro Tag an Fett Zuträglichen, steckt im "Spar Enjoy Neuburger Sandwich", im "Inzersdorfer Geflügelaufstrich" (gerechnet auf zwei Brote) und im "Ströck Tofu-Snack". "Bei diesen Produkten ergibt sich noch eine besondere Problematik: Sie machen nicht wirklich satt, denn es braucht rund 325 bis 400 Gramm Essen, um ein angenehm molliges Gefühl im Magen zu bekommen", so die Zeitschrift. (APA, derStandard.at, 28.8.2014)

  • Das Weckerl vom Bäcker ist nicht immer eine fettarme Jause.
    foto: apa/tobias hase

    Das Weckerl vom Bäcker ist nicht immer eine fettarme Jause.

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