Keine dritte WM-Medaille für Filzmoser

27. August 2014, 17:45
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In Hoffnungsrunde gegen Niederländerin Verhagen verloren: Rang sieben

Tscheljabinsk - Die Medaillensammlung von Sabrina Filzmoser hat bei den Judo-Weltmeisterschaften in Tscheljabinsk keinen Zuwachs bekommen. Die WM-Dritte von 2005 und 2010 unterlag am Mittwoch in der Klasse bis 57 Kilogramm in der ersten Hoffnungsrunde Sanne Verhagen (NED) und belegte damit den siebenten Rang. Tina Zeltner scheiterte nach einem Sieg an Titelverteidigerin Rafaela Silva (BRA) und blieb unplatziert.

Die 34-jährige Filzmoser hatte nach zwei hart erkämpften Erfolgen im Kampf um den Gruppensieg mit der Olympia-Dritten Automne Pavia eine schwierige Aufgabe zu lösen. Denn im EM-Finale 2013 hatte die Oberösterreicherin gegen die Französin bei der Ippon-Niederlage einen Trümmerbruch des Oberarms erlitten. In Russland lag Pavia bereits mit einer Waza-ari-Wertung voran, ehe sie nach 3:12 Minuten mit Ippon und damit zum fünften Mal in Folge gegen Filzmoser gewann.

Für Filzmoser war noch Bronze möglich, doch schon vor dem möglichen Entscheidungskampf in der Trostrunde war die Chance vertan. Die zweifache Europameisterin scheiterte nach einer Waza-ari-Wertung an Verhagen, die sich später Bronze sicherte. Auf einen etwas zu leichtfertigen Bein-Angriff Filzmosers antwortete die frühere Nachwuchs-Europameisterin mit einem Schulterwurf.

"Meine Leistung in der Trostrunde gegen Sanne Verhagen war einfach schlecht. Ich war zu langsam im Griff, konnte die Taktik nicht umsetzen", ärgerte sich Filzmoser. Gegen Pavia hatte sich die Welserin besser gefühlt. "Ich habe heute erstmals gespürt, dass die Chance gegen sie da war."

Filzmoser hatte schon in der zweiten Runde das Aus gedroht. Denn gegen Loredana Ohai war ihr Arm bei einem Armhebel der Rumänin bereits voll durchgestreckt. "Bei mir gibt es kein Abklopfen. Außerdem wusste ich, dass ich da eine Metallplatte drinnen habe", meinte die ÖJV-Kämpferin, die mit ihrer Platzierung "auf keinen Fall zufrieden" war.

Die 21-jährige Niederösterreicherin Zeltner war siebeneinhalb Monate nach einem Kreuzbandriss mit ihrer Vorstellung nicht unzufrieden. Sie besiegte die Serbin Jovana Rogic, gegen Silva zog sie nach einer Yuka-Wertung den Kürzeren, mit der die Brasilianerin den letzten Angriff Zeltners gekontert hatte.

"Auf Silva habe ich mich richtig gefreut. Und ich habe mich gut geschlagen", meinte die von ihrem Vater trainierte Heeressportlerin im Hinblick auf den Kampfverlauf. "Ich weiß, das die Richtung stimmt, ich habe noch Luft nach oben." Den Titel sicherte sich die Japanerin Nae Udaka. (APA, 27.8.2014)

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