Kreativschub: Lamborghini Diablo auf China-Art

Ansichtssache27. August 2014, 16:38
53 Postings

Der Diablo gilt als eines der eindrucksvollsten Sportgeräte der Neunziger. Zwei Chinesen ließen sich inspirieren - und bauten die Ikone nach

Der Lamborghini Diablo war zweifelsohne eines der Supercars der 1990er. Zwar reichte der Nimbus des Energetikers nie an den brachialen Vorgänger namens Countach heran - Auftritt und Fahrleistungen des zwischen 1990 und 2001 gebauten Sportwagens gehörten dennoch zum Besten, was das in automobilen Belangen nicht gerade spektakuläre Jahrzehnt zu bieten hatte. Ein V12-Zylinder-Motor besorgte je nach Leistungsstufe zwischen 450 und 590 PS, mindestens 325 km/h Topspeed waren des Diablos Schmuck und Zierde.

Sehenswerte Leistungsdaten und ein von Mythen aufgeladenes Image - für Wang Yu und Li Lintao nur zwei Gründe, sich einen Diablo selbst zu bauen. Mit dieser Idee fingen die beiden Chinesen vor ein paar Jahren in einer Hinterhofwerkstatt an. Nun haben sie ihr aktuelles Werk präsentiert. Wir zeigen einige Impressionen.

foto: reuters/kujundzic

Der Diablo aus dem Hause Wang und Li. Bereits vor zwei Jahren ließen die beiden Speed Heads mit ihrer ersten Diablo-Replica aufhorchen. Bis dahin hatten die Chinesen aus der Pekinger Vorstadt 120.000 Euro investiert, um ihren Traum auf die Räder zu stellen.

1
foto: reuters/kujundzic

Nun wurde die neueste Version des Hauses in zweifacher Ausfertigung präsentiert. Diesmal lautete die Aufgabe: Diablo Roadster. Seit der ersten Idee haben die beiden ehemaligen Maschinenbaustudenten insgesamt sechs Jahre mit dem Aufbau ihrer Geräte verbracht.

2
foto: reuters/kujundzic

Im Gegensatz zu diversen Billigkopien bauten die Tüftler möglichst nah am Original entlang. Stahlrohrrahmen, Leichtbau - all das war für die Chinesen erste Bastlerpflicht.

3
foto: reuters/kujundzic

Beim Motor hat es nicht ganz zu einem Zwölfzylinder gereicht. Stattdessen werkt hinterm Fahrer ein Turbo-V8 von Toyota. Ziemlich authentisch: die Flügeltüren.

4
foto: reuters/kujundzic

Der erste Nachbau-Diablo debütierte bei der Beijing Auto Show, die zweite Replica kaufte der chinesische Internetkonzern Alibaba. Ein Blick in den Innenraum der aktuellen Lamborghini-Kopie zeigt: Hier wird auf Qualität gesetzt.

5
foto: reuters/kujundzic

Eine Aufnahme der Fertigungsanlage: Seit dem Start ihres Copyshops haben Wang Yu und Li Lintao etwa fünf Millionen Yuan (615.000 Euro) für Personal und Teile investiert. Zum Vergleich: der Neupreis eines echten Diablo lag bei etwa 200.000 Euro.

6
foto: reuters/kujundzic

Mit den beiden neuen Replicas erhoffen sich die beiden Autobauer zumindest eine Konsolidierung des Geschäfts. Ernst nehmen sollte man die beiden China-Geräte auf alle Fälle: Der Topspeed wird mit 310 km/h angegeben. Herr Wang gurtet sich also nicht ohne Grund an. Für Interessente gilt: Preis auf Anfrage. (sts, derStandard.at, 27.8.2014)

7
Share if you care.