Großbritannien für Tusk als neuen EU-Ratspräsidenten 

27. August 2014, 08:51
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Britischer Premier Cameron telefonierte mit polnischem Premier

London - Großbritannien hat sich für den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk als neuen EU-Ratspräsidenten ausgesprochen. Premierminister David Cameron habe am Dienstag mit Tusk telefoniert, sagte seine Sprecherin. Tusk habe dabei deutlich gemacht, dass in der EU einige Reformen nötig seien und er mit Großbritannien und anderen Staaten diesbezüglich zusammenarbeiten werde.

Polnische Regierung: "Äußerungen schmeicheln uns"

Die britische Regierung werde Kandidaten, die zusammen mit Großbritannien die EU in den nächsten Jahren reformieren wollen, unterstützen, hieß es. Tusk hat offiziell nicht erklärt, die Nachfolge von Herman van Rompuy antreten zu wollen. Eine Sprecherin der polnischen Regierung sagte, Tusk konzentriere sich auf seinen Posten als Ministerpräsident. "Die Äußerungen von Herrn Cameron schmeicheln uns aber", fügte sie hinzu.

Cameron hat für den Fall seiner Wiederwahl im kommenden Jahr angekündigt, bessere Bedingungen für sein Land innerhalb der EU auszuhandeln und gleichzeitig ein Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der Union versprochen.

Die Staats- und Regierungschefs der EU konnten sich auf einem Sondergipfel im Juli nicht auf die Besetzung von EU-Spitzenjobs einigen und vertagten die Entscheidung auf ein für Samstag geplantes Treffen. Streit entzündete sich vor allem um die von Italien und den Sozialisten vorgeschlagene italienische Außenministerin Federica Mogherini als neue Außenbeauftragte. (APA, 27.8.2014)

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