Craft Beer in Dosen

Kolumne3. September 2014, 09:42
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Die Bierdose wird demnächst 80 Jahre alt - und erobert einen neuen Markt: Craft Beer

Die erste Idee, Bier in Dosen zu füllen, soll einem Brauer aus Montana im Jahr 1909 gekommen sein: Da gab es die erste entsprechende Anfrage an die American Can Company - doch erst vereitelten technische Probleme die Einführung und dann die Prohibition. Erst nach deren Aufhebung 1933 kam das Projekt neu auf den Tisch - die ersten grünen Dosen mit Kruegers Cream Ale liefen am 24. Jänner 1935 in Newark, New Jersey, vom Band. Noch ohne Aufreißverschluss, man brauchte spezielle Dosenöffner.

Symbol für Billigbier

In den USA wurde die Sache rasch ein Erfolg, das konservativere europäische Publikum blieb lange skeptisch, kritisierte den "metallischen" Beigeschmack und wendete sich erst der Dose zu, als diese (nach etlichen technischen Verbesserungen) zum Symbol für Billigbier geworden war. Bierliebhaber sind bis heute skeptisch.

Das dürfte sich aber rasch ändern: In den USA haben etliche Craft Brewer neu entwickelte mobile Dosenfüllanlagen für sich entdeckt - die Abfüller fahren von Microbrewery zu Microbrewery und erledigen den Job. Das spart Kosten und erleichtert auch den Transport: In einen Container passen 1.350 Kartons mit Flaschen, aber 2.000 Kartons mit Dosen. Dass das auch für das internationale Geschäft gut ist, zeigt die schottische Brew Dog Brewery: Ihr Punk IPA ist in Österreich in Dosen erhältlich. (Conrad Seidl, Rondo, DER STANDARD, 29.8.2014)

  • Die Bierdose feiert bald Geburtstag.
    foto: apa/dpa/patrick pleul

    Die Bierdose feiert bald Geburtstag.

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