Lufthansa-Piloten planen Streik der Nadelstiche

26. August 2014, 14:02
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Das Timing für den Streik steht immer noch nicht fest, voraussichtlich wären auch Österreich-Flüge betroffen

Köln - Die Lufthansa-Piloten planen im Falle eines Streiks begrenzte Ausstände. "Es wird nicht zwingend so sein, dass wir wie beim letzten Streik im April die Lufthansa drei Tage lahmlegen", sagte ein Sprecher der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit am Dienstag. Der Ausstand sei für die Kranich-Airline relativ leicht zu bewältigen gewesen, da der Flugbetrieb einfach angehalten worden sei.

Österreich wahrscheinlich betroffen

Stattdessen erwäge Cockpit nun, an einzelnen Standorten kurzfristig - etwa für mehrere Stunden - in den Ausstand zu treten. Damit könnten auch die Beeinträchtigungen für Flugreisende reduziert werden. "Wir wollen nicht die Kunden treffen, sondern die Lufthansa." Von einem Pilotenstreik bei der AUA-Mutter Lufthansa wären voraussichtlich auch Österreich-Verbindungen betroffen.

Doch auch wenn die Piloten die Arbeit nur an einzelnen Flughäfen wie Frankfurt oder München niederlegen, könnte das weitreichende Folgen haben und den eng getakteten Flugplan gefährden. Um Passagieren, deren Flug nicht abhebt, Ausweichmöglichkeiten zu bieten, werde Cockpit das Streik-Timing mit den Bahngewerkschaften abstimmen, die ebenfalls Arbeitsniederlegungen planen, sagte der Cockpit-Sprecher. "Wir wollen Deutschland nicht lahmlegen."

Die Lokführer-Gewerkschaft GDL und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verlangen Lohnerhöhungen. Falls die Forderungen nicht erfüllt werden, könnte auch dort bald gestreikt werden.

Im April hatten die Piloten ihre Macht demonstriert und die Arbeit für drei Tage niedergelegt - insgesamt 425.000 Lufthansa-Passagiere waren betroffen. Wegen des größten Streiks in ihrer Geschichte strich die Kranich-Airline damals 3.800 Flüge. Die Gewinneinbußen für den Frankfurter Konzern beliefen sich auf 60 Mio. Euro. (APA/Reuters, 26.8.2014)

  • "Wir wollen nicht die Kunden treffen, sondern die Lufthansa", so die Piloten-Gewerkschaft Cockpit.
    foto: apa/boris roessler

    "Wir wollen nicht die Kunden treffen, sondern die Lufthansa", so die Piloten-Gewerkschaft Cockpit.

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