Tod von 170 Bootsflüchtlingen vor Libyens Küste bestätigt

26. August 2014, 07:07
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Opfer aus gekentertem Holzboot im Mittelmeer geborgen

Tripolis - Der befürchtete Tod von rund 170 afrikanischen Flüchtlingen vor der libyschen Küste ist traurige Gewissheit geworden: Dies sagte ein Sprecher der Küstenwache am Montagabend der Nachrichtenagentur AFP. Seit dem Unglück Ende vergangener Woche seien etwa 70 Leichen an der Küste angespült worden.

"Außerdem haben wir etwa hundert Todesopfer aus dem Frachtraum des Holzbootes geborgen, das unweit der Küste gekentert war", fügte Abdellatif Mohammed Ibrahim hinzu. "Das Boot ist offenbar ganz plötzlich gekentert, die Insassen hatten keine Chance."

Die rund 170 afrikanischen Flüchtlinge waren am Freitag von der libyschen Küstenwache als vermisst gemeldet worden. Zuvor waren Trümmer ihres Holzbootes entdeckt worden. Die Küstenwache konnte nach dem Unglück 16 Flüchtlinge retten. Diese berichteten, dass etwa 200 Menschen an Bord des Bootes waren. Im südlichen Mittelmeer ertrinken immer wieder Flüchtlinge, die mit wenig seetüchtigen Booten die gefährliche Überfahrt nach Europa wagen. (APA, 26.8.2014)

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