US-Generalstabschef Dempsey gegen Militärschläge

25. August 2014, 20:11
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Derzeit keine Hinweise auf Anschlagspläne der IS-Jihadisten gegen Amerika

Washington/Damaskus - US-Generalstabschef Martin Dempsey hat sich gegen Militärschläge in Syrien ausgesprochen. Es gebe derzeit keine Hinweise, dass die sunnitischen IS-Extremisten aktiv Terroranschläge auf amerikanischem Boden oder in Europa planten, sagte Dempsey laut einem NBC-Bericht vom Montag.

Sollte diese Bedrohung bestehen, würde er der US-Regierung solche Schritte mit Sicherheit "nachdrücklich empfehlen", sagte er an Bord eines Militärflugzeugs auf dem Weg nach Afghanistan. Vergangene Woche hatte er betont, dass der Kampf gegen die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gemeinsame

Dempsey hatte zuletzt auch immer wieder gewarnt, dass ausländische Kämpfer mit westlichen Pässen versuchen könnten, Anschläge zu begehen. Die IS-Jihadisten kontrollieren weite Gebiete im Norden des Irak und Syriens und riefen ein grenzübergreifendes Kalifat aus.

Die US-Luftwaffe fliegt seit dem 8. August Angriffe gegen die Jihadisten im Nordirak. Über Luftangriffe in Syrien hat die US-Regierung noch nicht entschieden. Washington erklärte jedoch, alle Optionen offenzuhalten.

IS wird nach Einschätzung Dempseys allerdings schon bald zu einer Bedrohung für die USA und Europa werden. Derzeit stellten die Extremisten eine "regionale Bedrohung" dar, doch werde sie "bald zu einer Bedrohung für die Vereinigten Staaten und Europa werden", erklärte sein Sprecher Ed Thomas. Die Gruppe müsse im Irak und in Syrien unter Druck gesetzt werden. Notwendig sei eine "Koalition fähiger regionaler und europäischer Partner".(APA, 25.8.2014)

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